Winterzeit gleich Grippezeit – Bringt eine Grippeschutzimpfung wirklich den nötigen Schutz?

| 22. Oktober 2013 | 0 Kommentare

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Nur noch wenige Wochen und der Winter hält wieder Einzug ins Land. Für viele Menschen naht damit auch die Grippezeit. Inzwischen bieten viele Firmen ihren Mitarbeitern eine Grippeschutzimpfung an. Bewirkt diese aber tatsächlich, dass ein Mensch ohne Influenza die kalte Jahreszeit übersteht?

Eine echte Grippe, auch Influenza genannt, ist kein grippaler Infekt. Letzteres ist doch eher harmlos, während die Influenza einen Menschen völlig außer Gefecht setzen kann. Durch die sogenannte Tröpchen-, aber auch Kontaktinfektion hat die echte Grippe stets leichtes Spiel sich zu übertragen, wobei schnell mal ein Großteil der Mitarbeiter eines Unternehmens Schachmatt gesetzt werden kann. Viele Firmen bieten aus diesem Grund gerne eine Schutzimpfung an.

Jedes Jahr im vierten Quartal bieten einige Firmen ihren Mitarbeitern eine Grippeschutzimpfung an. Vor allem Personen mit einem geschwächten Immunsystem sollten sich zwischen September und November impfen lassen, wobei dieses auch Menschen ab 60 Jahren empfohlen wird.

Schutzimpfung gegen Grippe

Eine Influenza-Schutzimpfung kann durchaus eine echte Grippe verhindern, übliche Erkältungskrankheiten können aber trotzdem den Menschen heimsuchen. Studien haben bewiesen, dass eine Grippeimpfung vielen Menschen helfen kann, gesünder den Winter zu überstehen. Lediglich 13 Prozent der Geimpften haben hier nach dem Stich mit Schwellungen und anderen harmlosen Beschwerden an der Einstichstelle zu kämpfen. Auch Mattigkeit und schmerzende Glieder können Folgen dieser Schutzimpfng sein, verschwinden aber in der Regel bereits nach wenigen Stunden.

Durch eine echte Grippe kann der menschliche Körper so geschwächt werden, dass es zu einer bakteriellen Infektion kommen kann. In ganz schweren Fällen kann es sogar zu einer Herzmuskelentzündung kommen. Dennoch wird die Notwendigkeit einer Grippeschutzimpfung immer noch heiß diskutiert, denn es gibt auch Studien die belegen, dass ein nachweislicher Schutzn durch eine saisonale Grippeimpfung gar nicht vorhanden ist. Einige Wissenschaftler gehen sogar so weit und behaupten, dass diese Maßnahme lediglich Geldmacherei sei.

Eine Impfung kann zudem immer nur gegen den aktuellen Virustyp wirken, ein 100%iger Schutz ist somit nicht garantiert. Ein Grippevirus ist in der Lage zu mutieren, also sich zu verändern, so dass eine Schutzimpfung nicht gleich bedeutet, dass der Geimpfte auch tatsächlich grippefrei durch den Winter kommt. Wer zudem ein normales Abwehrsystem besitzt, kann auch ohne eine Grippeschutzimpfung die kalte Jahreszeit gesund überstehen. Somit bleibt es am Ende wohl jedem Menschen selbst überlassen, ob er sich gegen die Influenza impfen lässt oder nicht.

(Quelle: Thorsten Dolla/ Tagesspiegel)

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Kategorie: Gesundheit, News

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