Transplantationsskandale haben auch die Meinung von Ärzten und Pflegepersonal negativ beeinflusst

| 26. Mai 2014 | 0 Kommentare

Transplantationsskandale haben auch die Meinung von Ärzten und Pflegepersonal negativ beeinflusst

Auch Ärzte und Pflegepersonal haben heute kaum mehr Vertrauen in die Organspende. Im Notfall ist eine Transplantation nicht einmal mehr bei einem jeden Dritten erwünscht. Transplantationsskandale geben auch den Medizinern und Pflegern zu denken und beeinflussen die Meinung negativ.

Nicht nur das Vetrauen der Bürger ist inzwischen erschüttert. Auch Mediziner und das Pflegepersonal haben heute ihre Meinung zum Organspendesystem geändert. Manipulationen bei der Organvergabe haben auch Fachkräfte negativ beeinflusst.

Experten verteilten im Rahmen einer Studie insgesamt 3000 Fragebögen an 50 bayerische Krankenhäuser. Die Empfänger waren Pflegende, aber auch Mediziner, die in Operationssälen, auf Intensivstationen und im Bereich der Hirntoddiagnostik tätig sind.

81 Prozent der Befragten gaben hier zwar an, die Organspende gut zu heißen, allerdings vermerkten 28 Prozent auch, dass sie durch die Transplantationsskandale in der Vergangenheit negativ beeinflusst wurden. Lediglich 57 Prozent der Befragten wünschen sich hier noch selbst im Notfall eine Organspende.

9 von 10 Medizinern wissen nur wenig über Organspende

Mediziner vermuten, dass der Konkurrenzkampf unter den einzelnen Transpantationszentren zum Teil schuld an den vergangenen Manipulationen ist. Das Pflegepersonal hingegen glaubt, dass Geldgier einzelner Ärzte für dieses Vorgehen verantwortlich ist. Wobei kaum jemand glaubt, dass die vorbeugenden Maßnahmen seitens der Politik Transplantationsskandale in Zukunft verhindern wird.

Des Weiteren kam bei der Befragung heraus, dass 90 Prozent der Mediziner samt Pflegepersonal nur unzureichend über dieses Thema Organspende Bescheid wissen. Es besteht Fortbildungsbedarf für alle Fachkräfte. Vor allem kleinere Kliniken, die nur selten mit dem Thema Hirntod konfrontiert werden, kennen hier die Richtlinien nicht so genau, wie es eigentlich sein sollte. Das Kontrollsystem sollte überall zu 100 % funktionieren, so dass Fehler richtig eingeordnet werden können.

Zurzeit warten in Deutschland laut der DSO 10.778 Menschen auf ein Spendeorgan. 8000 dieser Betroffenen benötigen dringend eine neue Niere. Hierbei handelt es sich gleich, um dreimal so viele, wie Nierentransplantationen vermittelt werden. Für viele Betroffenen ein Wettlauf mit der Zeit. Jeden Tag schwindet die Hoffnung auf Leben ein bisschen mehr. (Quelle: spiegel.de/hei)

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Kategorie: Gesundheit, News

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