Warum kann chronischer Stress zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen?

| 23. Juni 2014 | 0 Kommentare
Warum kann chronischer Stress zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen?

Warum kann chronischer Stress zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen?

 

Das chronischer Stress krank machen kann, ist schon lange bekannt. Jetzt haben US-Wissenschaftler aber auch den Zusammenhang zwischen chronischem Stress, Herzinfarkten und Schlaganfällen herausgefunden. Durch die ständige Belastung kommt es zu einer vermehrten Produktion von weißen Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt.

Nach eigenen Angaben haben US-Wissenschaftler jetzt heruasgefunden, warum chronischer Stress zu Herzinfarkten und Schlaganfällen führen kann. Demnach produziert der menschliche Körper bei Stress vermehrt weiße Blutkörperchen, auch Leukozyten genannt. Diese können sich dann an flascher Stelle ansammeln, dort verklumpen und so die Arterien bedrohlich verengen.

Zum einen sind weiße Blutkörperchen stets wichtig für den Menschen. Schließlich handelt es sich hier um die Polizei des menschlichen Körpers. Leukozyten bekämpfen Infektionen und heilen diese. Kommt es hier allerdings zu einer Maßenproduktion, wobei die Leukozyten sich dann auch noch an einer falschen Stelle ansammeln, kann dies fatale Folgen für die Gesundheit haben.

Untersuchungen an Mensch und Tier zeigten interessante Ergebnisse

Schon lange ist es kein Geheimnis mehr, dass Stress diverse Herz-Kreislauferkrankungen auslösen kann. Um die Wirkmechanismen besser verstehen zu können, untersuchten US-Experten jetzt 29 Mitarbeiter, die auf einer Intensivstation tätig sind. Gerade hier ist der Stresspegel der Mitarbeiter stets extrem hoch. Jeder Handgriff kann über Leben und Tod der Patienten entscheiden.

Blutwerte und Fragebögen lieferten interessante Daten. Schnell fanden die Experten einen Zusammenhang zwischen Stress und Immunsystem. Nimmt der Stress zu, produziert der menschliche Körper vermehrt weiße Blutkörperchen. Wobei die fatalen Folgen jedoch mit anderen risikoreichen Faktoren gekoppelt sind. Patienten, die unter Arteriosklerose leiden, sind hier besonders gefährdet, denn hier kann, dass Blut ohnehin nur schwer durch die Arterien fließen.

Gegen-Test bei Mäusen

Mit diesen neuen Erkenntnissen, nahmen die Experten auch gleich noch einen Gegen-Test an Mäusen vor. Lediglich Nager, die an Arteriosklerose litten, nahmen an dieser Studie teil. So setzte man auch diese Tiere immensem Stress aus. Die Folge, auch hier kam es zu einer gesteigerten Produktion an Leukozyten. Die weißen Blutkörperchen sammelten sich dann an der Innenwand der Arterien an und sorgten so für Verengungen. Diese typischen Vorraussetzungen begünstigen bekanntlich Herzinfarkte und Schlaganfälle.

Neben chronischem Stress können auch hohe Cholesterinspiegel, starker Bluthochdruck, eine genetische Disposition und Rauchen für diese Herz-Kreislauferkrankungen verantwrtlich sein. (Quelle: n.tv.de/bwe/AFP)

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Kategorie: Gesundheit, News

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