Rotes Kreuz ruft zum Blut spenden auf – Versorgungslücken fast schon absehbar

| 21. April 2015 | 0 Kommentare
Rotes Kreuz ruft zum Blut spenden auf - Versorgungslücken fast schon absehbar

Rotes Kreuz ruft zum Blut spenden auf – Versorgungslücken fast schon absehbar

Das Rote Kreuz sieht immer weniger rot, denn stetig sinken die Zahlen der Blutspender. Versorgungslücken sind fast schon absehbar. Lediglich 20 % der Erstspender aus dem Jahr 2011 spendeten auch 2014 noch Blut.

Viele Erstspender geben ihr Blut heute nicht mehr ab

Das Bayerische Rote Kreuz hat jetzt seinen Jahresbericht 2014 offen gelegt. Letztes Jahr spendeten demnach 479.811 Bürger ihr Blut. Nur 20 % waren davon Erstspender aus dem Jahr 2011. 35.141 Spender zählten zudem zu den Neu-Spendern. Zumal lediglich 7,37 % der Bayern überhaupt die Blutspendetermine wahrnahmen. Das Rote Kreuz sieht immer weniger rot.

Lebensphase beeinflusst Bereitschaft zum Blut spenden

Wann und ob ein Mensch sein Blut spendet, hängt häufig von der jeweilige Lebensphase ab. Jüngere Menschen zeigen sich häufig nicht so spendabel, wie Ältere. Über 50 % der jüngeren Erstspender beenden ihr Engagement schon im ersten Jahr wieder. Nach Rechnung des Statistischen Landesamtes Bayern kann man davon ausgehen, dass es bis zum Jahr 2031 rund 12 % weniger Blutspender geben wird. Demnach sind Neu-Spender extrem wichtig, um die Versorgung der Patienten weiterhin zu decken. Allein in Bayern werden am Tag ca. 2000 Blutkonserven gebraucht. Eine Blutspende kann aber gleich drei Patienten helfen und Leben retten.

Pro Blutspende können drei Leben gerettet werden

Um Blut spenden zu dürfen, müssen Spender volljährig und gesund sein. Erstspender dürfen zudem nicht älter als 65 Jahre alt sein. Wer auch im Rentenalter noch gesund ist, darf bis zu seinem 72. Geburtstag sein Blut spenden. Bevor es aber überhaupt ans Spenden geht, werden erst einmal Blutdruck und Puls von einem Mediziner überprüft. Wer, als Spender nicht weiß, welche Blutgruppe er besitzt, kann diese hier gleich bestimmen lassen. Das starke Geschlecht darf gleich sechs Mal im Jahr seinen Lebenssaft abgeben. Frauen hingegen vier Mal. Wobei stets acht wöchge Pausen zwischen den einzelnen Blutspendeterminen liegen müssen. Ein termin dauert maximal eine Stunde. Eine Stunde, wo ein jeder Blutspender mit seiner Gabe gleich drei Leben retten kann.

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Foto oben: Rike / Pixelio.de

Foto unten: Andrea Damm / Pixelio.de

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Kategorie: Gesundheit, News

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