ADHS, Autismus und Co: Je älter die Väter, desto anfälliger ist der Nachwuchs für psychische Erkrankungen

| 28. Februar 2014 | 0 Kommentare

ADHS, Autismus und Co: Je älter die Väter, desto anfälliger ist der Nachwuchs für psychische Erkrankungen

Laut einer neuen Studie sind Kinder von älteren Vätern anfälliger für psychische Erkrankungen, als Kinder von jüngeren Erzeugern. Ist der Vater also bei der Zeugung seines Kindes schon im fortgeschrittenen Alter kann dies negative Folgen für den Nachwuchs haben. 2,6 Millionen Daten wurden bei dieser Untersuchung ausgewertet. Männer, die zwischen 1973 und 2001 geboren wurden, wurden hier von Experten genau unter die Lupe genommen.

Durchaus waren die Experten nach der Auswertung der zig tausend Daten ein wenig geschockt, denn die Zusammenhänge zwischen dem Alter des Erzeugers und der geistigen Gesundheit des Nachwuchses waren doch sehr deutlich erkennbar.

ADHS, Autismus und Manische Depressionen

Laut dieser neuen Studie, besteht bei Kindern mit älteren Vätern ein größeres Risiko, dass der Nachwuchs später unter psychischen Krankheiten leiden wird. Waren die Väter bei der Zeugung 45 Jahre und gar noch älter, erhöhte sich diese Gefahr gleich um das 25-fache, dass die Kids irgendwann mit Manischen Depressionen zu kämpfen haben. Hier verglich man die Daten von Vätern im Alter zwischen 20 und 24 Jahren.

Demnach war das Risiko, dass Kinder von älteren Vätern an ADHS erkranken, 13 Mal so hoch. Die Gefahr an Autismus zu erkranken wuchs hingegen um 3,5 Mal an. Wobei Drogenprobleme und Selbstmordgefahr um 2,5 Mal angehoben wurden. Auch bei Problemen in der Schule oder Schizophrenie waren die Werte erhöht. Zumal bei der Auswertung auch soziale Faktoren wie Einkommen der Eltern und Ausbildung berücksichtigt wurden.

Mit dem Alter des Erzeugers wächst das Risiko

Kontinuierlich steigt mit dem Alter des Vaters das berechnete Krankheitsrisiko von Kindern. Die Spermien älterer Erzeuger wiesen bei den genetischen Untersuchungen mehr Mutationen auf, als bei jüngeren Männern. Somit können auf diese Weise mehr schädliche Gene in das Erbgut des Nachwuchses gelangen. Das Risiko, dass die Kids später an geistigen oder körperlichen Erkrankungen leiden, wächst.

Das Alter der Mütter spielte hier hingegen keine Rolle. Es ist den Experten bereits bekannt, dass mit dem fortgeschrittenen Alter von Müttern die Gefahr wächst, dass Kinder mit Entwicklungsstörungen das Licht der Welt erblicken können. Aus diesem Grund nahmen nur Kinder von jungen Müttern an dieser Studie teil.

Männer werden heute beim ersten Kind immer älter

Auch bei dieser Studie ließ sich aber keine Kausalität nachweisen, denn aus ethischen und praktischen Gründen lässt sich hier keine Untersuchung mit Menschen durchführen. Nach den Ergebnissen dieser Untersuchung liegt es aber Nahe, dass das Alter der Erzeuger eine bedeutende Rolle beim Nachwuchs spielt. Erhöhte Gesundheitsrisiken wachsen demnach mit dem Alter der Väter.

In den letzten Jahrzehnten konnte man beobachten, dass Männer, die zum ersten Mal Vater werden, immer älter werden. Wie der Vater das Erbgut seines Nachwuchses beeinflusst, kommt aber erst jetzt langsam ans Tageslicht. (Quelle: T-Online.de/AFP)

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