Giftstoffe können bei Kleinkindern Entwicklungsstörungen hervorrufen – Nervengift in Spielzeug, Kleidung und Co

| 19. Februar 2014 | 0 Kommentare

Giftstoffe können bei Kleinkindern Entwicklungsstörungen hervorrufen - Nervengift in Spielzeug, Kleidung und Co

In Kleidung, Spielzeug, Möbeln und Co finden sich zahlreiche Chemiekalien, die bis heute nie ausreichend geprüft wurden. Gleich 214 Stoffe können bei Kleinkindern diverse Entwicklungsstörungen hervorrufen. Viele Kinder werden permanent Nervengiften ausgesetzt, ohne dass es Eltern etwas von dieser Gefahr wissen.

Gleich zwei führende Experten verlangen strengere Auflagen für die Industrie. Diese sollen Kindern vor Umweltgiften schützen. Philippe Grandjean und Philip Landgrian warnen vor der „lautlosen Epidemie“, denn Nervengifte können bei Kleinkindern Hirnentwicklungsstörungen hervorrufen.

Nachweislich können 12 Chemikalien solche Entwicklungsstörungen verursachen. 214 weitere Stoffe, die bisher noch nicht ausreichend getestet wurden, sind zudem in der Lage das menschliche Gehirn zu schädigen. Viele dieser Chemikalien finden sich in Spielzeug, Kleidung und Möbeln.

Jedes 6. Kind auf der Welt leidet an Hirnentwicklungsstörungen, wie ADHS, Dyslexie, Autismus oder Zerebralparese. Stetig gibt es neue Hinweise darauf, dass giftige Stoffe, wie Quecksilber, Blei, verschiedene Lösungsmittel und vor allem Pestizide die Gefahr erhöhen an solchen Krankheiten zu erkranken. Vermutlich finden sich noch viele weitere Giftstoffe, die dieses Risiko beeinflussen.

Überwiegender Teil der Chemikalien noch nicht getestet

Wahrscheinlich gibt es noch viele weitere Stoffe, die wie Nervengifte wirken. Ein Großteil der 80.000 verwendeten Industriechemikalien in den Vereinigten Staaten wurden noch nie auf giftige Effekte auf den sich entwickelten Fötus oder das Kind hin getestet.

Gerade Kinder, deren Gehirne sich in der Entwicklungsphase befinden, reagieren hoch empfindlich auf giftige Umweltchemikalien. Die derzeitigen Verordnungen zu Chemikalien sind nach wie vor viel zu lasch. Um die Kontamination mit Giftstoffen zu verringern, müsste sichergestellt werden, dass bereits existierende, aber auch neue Chemikalien aauf Neurotoxizität geprüft werden. Dies sollte natürlich in die Wege geleitet werden bevor ein Produkt in den Handel kommt. In der Zukunft sollten alle Hersteller ihre Waren auch Sicherheit prüfen und beweisen können, dass ihre benutzten Substanzen ungefährlich sind. Somit sollen hier Vorschriften gelten, wie es bei Pharma-Herstellern schon lange Gang und Gebe ist.

Diese geforderten Maßnahmen gilt es dann von einer internationalen Behörde zu koordinieren. Die Sorge ist groß, dass Kinder auf der ganzen Welt unerkannten Giftstoffen ausgesetzt werden. Diese können Verhaltensstörungen hervorrufen, die Intelligenz aushöhlen, Gesellschaften schädigen und spätere Erfolge verhindern. (Quelle: welt.de/Walter Willems) <img src=“http://vg07.met.vgwort.de/na/912cee0b315447a48f7d074822873890″ width=“1″ height=“1″ alt=““>

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Kategorie: Gesundheit, News

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