Deutsche Abgeordnete wollen höhere Diäten

| 4. April 2013 | 0 Kommentare

568801_web_R_by_Makrodepecher_pixelio.deEin Elektrikergeselle verdient durchschnittlich etwa 32.500 Euro brutto im Jahr, ein Maschinenbauingenieur rund 56.000 Euro und ein deutscher Abgeordneter um die 99.000 Euro jährlich. Nicht nur, dass im Januar die Diäten um 292 Euro erhöht wurden –Bundestagsabgeordneter Norbert Lammert (CDU) spricht sich für eine weitere Erhebung der Abgeordnetengehälter aus. Das Einkommen der Abgeordneten orientiert sich an den Löhnen der Bundesrichter, die derzeit durchschnittlich 8.520 Euro monatlich verdienen und ab August etwa 8.726 Euro. Gern betonen Abgeordnete, dass die Vergütungen im öffentlichen Dienst sich viel stärker entwickelt hätten als die Diäten.

Doch die sogenannte Entschädigungen für Abgeordnete sind nicht die einzigsten Zulagen, die sie für ihre Arbeit erhalten. Abgeordnete erhalten zusätzlich eine Kostenpauschale in Höhe von derzeit 4.029 Euro, die jährlich zum 1. Januar an die Lebensunterhaltungskosten angepasst werden. Die Kostenpauschale dient beispielsweise zur Unterhaltung von Wahlkreisbüros, können für Fahrkosten, die bei der Ausübung des Mandats entstehen und für den Mehraufwand für Verpflegung und Unterkunft. Allerdings müssen Delegierte keine Auskunft über die Ausgaben der Kostenpauschale abgeben. Auch Nebeneinkünfte sind ebenfalls erlaubt. Kanzlerkandidat Peer Steinbrück verdiente zwischen 2009 und 2012 mit seinen Nebenjobs etwa 1,25 Millionen Euro.

Ganz anders macht es US-Präsident Barack Obama. Er verdient etwa 400.000 US-Dollar im Jahr. Doch anstatt er von Erhöhung spricht, wird er freiwillig auf fünf Prozent seines Gehalts verzichten, um Akzente der harten Sparmaßnahmen in den USA zu setzen.

Bildquelle: Makrodepecher/pixelio.de

 

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Kategorie: Deutschland

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