Wunderwaffe Antibiotika: Werden Infektionskrankheiten bald wieder zur Gefahr der Menschheit?

| 19. Juni 2014 | 0 Kommentare
Wunderwaffe Antibiotika: Werden Infektionskrankheiten bald wieder zur Gefahr der Menschheit?

Wunderwaffe Antibiotika: Werden Infektionskrankheiten bald wieder zur Gefahr der Menschheit?

 

Kaum eingenommen, kommt es schon in wenigen Stunden zur versprochenen Wirkungsweise. Antibiotika sind in der Lage Erreger zu hemmen und abzutöten. Doch heute finden sich immer mehr Keime, die gegen diese Wunderwaffe resistent sind. Kann es in der Zukunft geschehen, dass bisher heilbare Infektionskrankheiten wieder Todesopfer fordern?

Antibiotika zählen zu den größten Errungenschaften in der Medizin. Zig Millionen Leben konnten Antibiotika bereits retten und dass häufig mehrmals. Doch jetzt droht die Wunderwaffe ihre zuverlässige Wirkungsweise zu verlieren. Immer mehr Keime werden gegenüber Antibiotika resistent. Mit der wachsenden und immer älter werdenden Bevölkerung wird dieses Problem stetig größer werden.

Werden Antibiotika bald wirkungslos sein?

In der Zukunft könnten bakterielle Infektionskrankheiten wieder für etliche Menschen den Tod bedeuten. Die globale Zunahme von Resistenten wird zu einer immer größeren Gefahr. Schon heute ist so manche Krankheit nicht mehr mit einem Antibiotikum behandelbar. Erkrankungen, die bisher mit dieser Wunderwaffe erfolgreich geheilt werden konnten, könnten in Zukunft wieder zum Tod führen.

Vor allem Menschen mit einem geschwächten Abwehrsystem sind hier gefährdet. Zahlreiche Operationen wären heute ohne ein wirksames Antibiotikum gar nicht machbar. Dennoch kommt es immer öfter vor, dass bestimmte Erreger gleich auf mehrere Substanzen nicht mehr reagieren. Die Liste der wirkungslosen Antibiotika wird immer länger. Multiresistente Keime scheinen auf dem Vormarsch zu sein.

Noch vor einem Jahrhundert hatten bakterielle Infektionen fatale Folgen. Jedes Jahr starben Zehntausende Menschen in Europa an Tuberkulose. 1928 kam es endlich zum Durchbruch in der Medizin. Der Arzt, Alexander Fleming, entdeckte das Penezillin und rettete so vielen tausend Menschen das Leben.

Schon früh kam es zu de ersten Resistenten

Das Penezillin wurde Ende des zweiten Weltkriegs überall auf der Welt eingeführt. Die Hälfte der Staphyolococcus-aureus-Stämme waren aber bereits 5 Jahre später resistent gegen die neu entdeckte Wunderwaffe. Ob und wie schnell Bakterien gegenüber Antibiotika reistent werden, hängt vor allem von der Spezies ab. Immer wieder finden sich einzelne Bakterien gegen die zahlreiche Antibiotika nichts mehr ausrichten können. Diese Keime besitzen dann einen Überlebensvorteil und haben so die Chance sich auszubreiten und zu vermehren. Erst nach den 80er Jahren wurden resistente Bakterien zum Thema. Zuvor waren sich die Mediziner sicher, endlich eine grandiose Waffe gegen Infektionskrankheiten in den Händen zu halten. Heute haben Mediziner auch hier ihre Meinung geändert, denn immer öfter finden sich Bakterien gegen die das eine oder andere Antibiotikum nichts ausrichten kann. (focus.de/afp)

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Bildquelle oben:Fotograf©Andrea Damm/PIXELIO

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Kategorie: Gesundheit, News

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