Wohlfühlen: Von der Planung bis zum fertigen Gartenhaus – Gartenhausplanung

| 24. Februar 2015 | 0 Kommentare

Zimmer im Grünen, Terrasse im Garten oder Wochenendhaus mit Wohlfühlcharakter: ein Gartenhaus kann so Vieles sein. Damit Sie angesichts dieser Produktvielfalt nicht ins Grübeln geraten, sollten Sie sich noch vor der Bauplanung darüber klar werden, welches Modell für Ihre Bedürfnisse das geeignete ist. Nur so stellen Sie sicher, dass nichts die Freude an Ihrem Gartenhäuschen trüben kann.

Foto:© johnbraid

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Auf Nummer sicher gehen: Brauche ich eine Baugenehmigung?

Der Bau von Gartenhäusern, die baurechtlich den gleichen Stand wie ein Carport haben, ist laut Baugesetzbuch grundsätzlich genehmigungsfrei. Dies gilt allerdings nur für Modelle, deren Raumvolumen unter 30 Kubikmetern liegt. Nichtsdestotrotz empfiehlt es sich, zu Beginn des Bauvorhabens beim zuständigen Bauamt nachzufragen, da hier nicht nur das Baugesetzbuch, sondern auch die jeweilige Landesbauordnung zurate gezogen werden muss. Darüber hinaus kann es immer sein, dass die Grundstücksgrenzen ganz anders verlaufen, als Sie angenommen haben, oder aber ein spezieller Flächennutzungsplan für Ihr Grundstück vorliegt, der vielleicht noch aus der Zeit vor Ihrem Einzug stammt. All diese Risikofaktoren können Sie durch einen einzigen Besuch beim Bauamt aus dem Weg räumen.

Prioritäten setzen: Was erwarte ich mir von meinem Gartenhaus?

So unterschiedlich die Bedürfnisse der Bauherren, so breit gefächert ist auch das Angebot an entsprechenden Modellen. Von robust bis filigran, traditionell oder modern, schlicht oder verschnörkelt: Der Markt bietet eine nahezu unüberschaubare Vielfalt. Um einen Eindruck davon zu gewinnen, was theoretisch möglich ist, empfiehlt es sich, Angebote gut sortierter Händlerzu vergleichen, die eine Vielzahl unterschiedlicher Hersteller unter Vertrag haben. Hier können Sie sich einen Überblick über Gerätehäuser, Blockbohlenhäuser, 5-Eck-Gartenhäuser und verschaffen und erste eigene Ideen entwickeln: http://www.gartenhaus-gmbh.de/gartenhaeuser

Bevor Sie sich jedoch für ein bestimmtes Modell entscheiden, sollten Sie sich darüber klar werden, wie Ihre Prioritäten aussehen: Legen Sie eine Liste an, auf der Sie festhalten, was Ihr zukünftiges Gartenhaus alles leisten sollte:

Wünschen Sie sich…

  • einen trockenen Lagerplatz für Gartengeräte, Brennholz und Co.?
  • zusätzlichen Stauraum, um Keller und Dachboden zu entlasten?
  • einen wohnlichen Raum, der im Sommer begrünt wird und an dem Sie am Wochenende Ihren Kaffee genießen können?
  • zusätzlichen Wohnraum mit Schlafmöglichkeit im eigenen Garten?
  • einen Blickfang, den Sie je nach Lust und Laune umgestalten können?

Erst, wenn Sie diese Fragen für sich beantwortet haben, können Sie das passende Modell wählen. So wäre ein schlichtes Gerätehaus beispielsweise vollkommen ausreichend, sofern Sie nur eine Möglichkeit suchen, Ihr Brennholz trocken durch den Winter zu bringen. Wenn Ihr Gartenhaus jedoch zum Wohnen und Wohlfühlen geeignet sein soll, benötigt es nicht nur eine entsprechende Größe, sondern auch eine gewisse Wandstärke – ein Blockbohlenhaus mit minimal 44mm Wandstärke wäre hier ideal. “Sondervarianten” des Gartenhauses, die Sie natürlich auch in Betracht ziehen können, wären beispielsweise ein Grillpavillon mit integrierter Grillanlage und Rauchabzug und das Saunahaus beziehungsweise die Fasssauna, welche wahlweise elektrisch oder auch mittels eines klassischen Holzofens beheizt werden.

Ein Tipp: Achten Sie auf Nachhaltigkeit!

Das beliebteste Baumaterial für Gartenhäuser ist nach wie vor Holz, da es erstens sehr langlebig ist und zweitens für ein angenehmes Raumklima sorgt. Wenn Sie sich für ein Modell aus Holz entscheiden, sollten Sie allerdings darauf achten, dass das Material aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft stammt – mehr zu nachhaltiger Waldwirtschaft beim Ministerium für ländlichen Raum und Verbraucherschutz. Viele Hersteller greifen zur Fertigung der Blockbohlen auf Tropenhölzer zurück, da diese einen natürlichen Schutz gegen Insekten- und Schädlingsbefall haben – die Folge ist eine drastisch zunehmende Entwaldungsrate. Dieser Raubbau an der Natur ist jedoch keineswegs notwendig, da Gartenhäuser aus heimischen Hölzern wie der nordischen Fichte, Edel-Kastanie oder Eiche eine beinahe identische Lebensdauer haben. Hersteller, die mit Holz aus ökologisch nachhaltiger Forstwirtschaft arbeiten, sind beispielsweise “Palmako” und “Karibu”.

Standortwahl: Welcher Ort eignet sich am besten für mein Gartenhaus?

Der Begriff “Standortwahl” ist im Grunde irreführend, da es einige Gegebenheiten gibt, die der Häuslebauer nicht beeinflussen kann. So haben Pächter kleiner Gartenparzellen und Reihenhaus-Besitzer deutlich weniger Möglichkeiten für den Aufbau ihres Häuschens als Eigentümer, die über ein frei stehendes Haus mit großem Garten verfügen. Ein wichtiges Kriterium ist – besonders bei kleineren Gärten – die Nachbarschaft. Um etwaigen Streitigkeiten vorzubeugen, sollten Sie Ihr Bauvorhaben also wenigstens bei Ihren direkten Nachbarn zur Sprache bringen.

Den konkreten Platz für Ihr Gartenhauses sollten Sie nach folgenden Kriterien auswählen:

 Nils_Christensen-Gartenhaus-Standort

  • Die Stelle muss möglichst eben sein, d.h. es sollten keine Senkungen vorhanden sein, da das Gartenhaus sonst in eine Schräglage geraten kann, was die Statik negativ beeinflusst.
  • Die Stelle sollte zu allen Jahreszeiten möglichst trocken sein: Stellen, an denen sich nach starken Regenfällen das Wasser sammelt, eignen sich nicht.
  • Der Standort sollte möglichst gut zugänglich sein, damit Sie das Häuschen regelmäßig und von allen Seiten auf Schäden untersucht werden kann.
  • Das Gartenhaus sollte möglichst unter freiem Himmel stehen, denn je häufiger feuchtes Blattwerk auf dem Dach liegt, desto wahrscheinlicher sind Feuchtigkeitsschäden.

Das Fundament: Wie verleihe ich meinem Häuschen einen stabilen Stand?

Damit Sie lange Freude daran haben, ist es essentiell, Ihr Gartenhaus auf ein sicheres Fundament zu stellen- Nur so ist es zuverlässig gegen Kälte und Feuchtigkeit aus dem Untergrund geschützt. Welche Fundamentart Sie hierfür wählen, hängt natürlich in erster Linie von der jeweiligen Bodenbeschaffenheit ab. Das Fundament für baugenehmigungsfreie Gartenhäuser kann in den meisten Fällen jedoch in Eigenregie erstellt werden, da bei einer Größe von maximal 3 x 3 Metern der Guss eines Betonfundaments noch nicht notwendig ist.

Eine umfassende und einfache Anleitung für das Fundament in Eigenregie finden Sie bei der Gartenhaus GmbH im Fachmagazin. Beim sogenannten “Plattenfundament” wird die ausgewählte Stelle zunächst großzügig vom Mutterboden befreit und die gesamte Fläche anschließend mit Kies oder verdichtetem Sand aufgefüllt. Anschließend werden Gehwegplatten beziehungsweise (für die robustere Variante) Betonplatten verlegt, die von unten zusätzlich durch Dachpappe geschützt sein sollten.

Kategorie: Ambiente, Bauen, Ratgeber, wohlfühlen

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Über mich: Ich bin der Gründer von JournalExpert.de. Ich komme aus dem Großraum Frankfurt am Main. Beim Schreiben inspirieren mich hauptsächlich skurrile und nützliche Themen. Mich bewegt und prägt die Internet & Technik Branche.

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