Wissen&Technik: Im Netz der Datenfalle – Facebook

| 2. Februar 2014 | 0 Kommentare

Unsere Gesellschaft ist längst im digitalen Zeitalter angekommen. Allein in Deutschland sind fast 80 Prozent online. Doch seit der NSA-Affäre bekommen viele User beim Surfen im Worldwide Web ein ungutes Bauchgefühl. Aber ungeachtet des unangenehmen Gefühls, laden wir neue Fotos ins Netz, shoppen und sind auf sozialen Netzwerken präsent. Besonders Facebook, immerhin ist jeder sechste User weltweit dort registriert, steht immer wieder in der Kritik, weil nicht selten persönliche Daten für den User oft unbemerkt zu einer öffentlichen Sache werden.

Netzspionage

Doch der Siegeszug von Facebook scheint zu stagnieren. Das prophezeien nicht nur Studien, sondern auch die Nutzerzahlen. Das liegt aber liegt nicht vordergründig an schwindendem Interesse, sondern vielmehr am Zweifel der User. Und so fragen sich inzwischen viele, einstige Fans des sozialen Netzwerkes: Welche Daten speichert Facebook über mich?

In den vergangenen Jahren haben sich die Meldungen über missbräuchliche Datennutzung auf Facebook gehäuft und damit auch das Vertrauen der Nutzer geschwächt. Jüngst sorgte das soziale Netzwerk mit geänderten Nutzungsregeln für Aufsehen. Da auch Facebook Gewinn machen muss, gibt es mittlerweile Werbeanzeigen, die mit dem Gefällt-mir-Button der eigenen Freunde versehen ist. Das ist jedoch nur ein Kritikpunkt von vielen.

Nutzer von Facebook haben während des Registrierungsvorgangs eigentlich keine andere Wahl als ihre Daten für Werbezwecke freizugeben. Es sei denn, sie entscheiden sich gegen ein Facebook-Konto. Während der Registrierung ist es zudem verpflichtend, eine gültige E-Mail Adresse anzugeben. Ob es sich wirklich um das Konto des Nutzers handelt, wird zunächst nicht überprüft. So einfach kommt man an persönliche Daten heran.

Doch jüngst haben Studien gezeigt, dass sich immer mehr Nutzer gegen das öffentliche Leben auf Facebook entscheiden. In Deutschland musste Facebook sogar erstmalig spürbar einen Rückgang der Mitglieder verzeichnen. Denn laut Studie der Universität Wien aus dem vergangenen Jahr sind 48 Prozent der Mitglieder, die aussteigen wollen oder bereits kein Konto mehr auf Facebook haben, um ihre persönlichen Daten besorgt. Auch Verbraucherschützer gehen mittlerweile auf die Barrikaden und klagen vor Gericht. In zweiter Instanz bekamen einige von ihnen sogar am Berliner Kammergericht Recht. Sie klagten unter anderem gegen den sogenannten Freundefinder und gegen einige AGB-Punkte. Eine Stellungnahme von Facebook gab es allerdings nicht.

Dennoch wird Facebook, auch wenn es bereits einige Wissenschaftler prophezeit haben, nicht so schnell aus dem Netz verschwinden. Schließlich sprechen über eine Milliarde Nutzer weltweit nicht dafür. Und doch werden Messenger wie beispielsweise What´s App zu einer Konkurrenz für das Urgestein.

Kategorie: Internet, News, Sicherheit, Wissen & Technik

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Über mich: Ich bin der Gründer von JournalExpert.de. Ich komme aus dem Großraum Frankfurt am Main. Beim Schreiben inspirieren mich hauptsächlich skurrile und nützliche Themen. Mich bewegt und prägt die Internet & Technik Branche.

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