Unerlaubte Absprachen in der Zuckerindustrie – Bußgeld in Millionenhöhe verhängt

| 18. Februar 2014 | 0 Kommentare

Unerlaubte Absprachen in der Zuckerindustrie - Bußgeld in Millionenhöhe verhängt

Nun muss sich auch die deutsche Zuckerindustrie wegen unerlaubten Absprachen vor dem Bundeskartellamt verantworten. Die Unternehmen „Kölner Zucker“, „Pfeifer & Langen“ sowie „Nordzucker“ müssen nun ein Bußgeld in Höhe von insgesamt 280 Millionen Euro zahlen.

Die Wettbewerbshüter werfen den drei Unternehmen sowie sieben Verantwortlichen die Gründung eines Gebietskartells vor. Das heißt, damit sich die Konkurrenten nicht in die Quere kommen, wurde nur in der jeweiligen, angestammten Region verkauft. Zu Schaden kamen vor allem die Konsumenten. Sie zahlten über Jahre hinweg erhöhte Preise für Zucker.

Denn die unerlaubten Absprachen der Zuckerunternehmen reichen bis zu den 90ern zurück und konnten erst 2009 aufgedeckt werden. Doch da sich alle drei Firmen kooperativ zeigten, fiel die Strafe des Kartellamts dennoch milde aus.

Im Verfahren wurde auch ersichtlich, dass die „Marktstruktur nicht gerade wettbewerbsfreundlich ist“, wie aus dem Bundeskartellamt heißt. Zwar ist mit einer Produktion von 20 Millionen Tonnen der Bedarf in Deutschland gedeckt, doch verarbeitende Unternehmen wie Bäckereien oder Süßwarenhersteller dürfen nur 85 Prozent des Zuckers aus Europa verwenden. Die restlichen 15 Prozent müssen aus Schwellenländern stammen. Doch Lieferschwierigkeiten und oft zu hohe Zuckerpreise führen des Öfteren zu Engpässen, sodass Exportaufträge zum Teil nicht angenommen werden können. Nun scheint  die EU mit einer Quotenregelung eine Lösung gefunden zu haben. Aber sie wird voraussichtlich erst 2017 in Kraft treten.

Bildquelle: Lupo/pixelio.de

 

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Kategorie: Deutschland, News

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