Unerfüllter Kinderwunsch: Folsäure-Mangel kann Qualität von Spermien beeinträchtigen

| 11. Dezember 2013 | 0 Kommentare

Unerfüllter Kinderwunsch: Folsäure-Mangel kann Qualität von Spermien beeinträchtigen

Wünschen sich Frauen ein Baby, raten Mediziner schon früh zu zusätzlichen Rationen Folsäure. Diese ist gut fürs Ungeborene. Aber auch Männer mit einem Kinderwunsch sollten das B-Viatmin zu ihren Gunsten nutzen. Eine aktuelle Studie an Mäusen zeigte, dass Folsäure auch dem männlichen Geschlecht helfen kann die Spermienqualität zu verbessern.

Eine Untersuchung mit Mäusen zeigte, dass auch Männer, die einen konkreten Kinderwunsch hegen, auf ihre Ernährung achten sollten. Ein Folsäure-Mangel kann bei männlichen Mäusen die Zeugung des Nachwuchses negativ beeinträchtigen. Fehlt dieses wichtige B-Vitamin, verändert sich die Markierung des Erbguts in den Spermien. Die Aktivität von Genen lässt nach. Folsäure findet sich unter anderem in Lebensmitteln, wie Fisch, Fleisch, grünem Blattgemüse, Weizenkeimen oder Hefe. Zudem wird es auch gerne dem herkömmlichen Kochsalz bei gemischt. Ärzte empfehlen Frauen mit Kinderwunsch schon früh vermehrt Folsäure zu sich zu nehmen. Nahrungsergänzungsmittel können hier für eine optimale Versorgung sorgen. Es ist nachgewiesen, dass das Risiko bestimmter Fehlbildungen beim Nachwuchs so gesenkt werden kann.

Auch Männer sollten diesen Bedarf optimal abdecken

Eine aktuelle Studie an Mäusenhat nun gezeigt, dass Folsäure auch beim männlichen Geschlecht einen vergleichbaren Einfluss haben kann. Das Ergebnis: Männliche Mäuse, die nur wenig Folsäure verabreicht bekamen, besaßen eine veränderte epigentische Markierung des Erbguts in den Spermien. Folsäure-Mangel kann also demnach zu zahlreichen Veränderungen dieser Art führen. Zwei dieser Gene waren zudem sowohl im Sperma verändert, als auch bei den Weibchen in der Plazenta. Somit wurde bewiesen, dass die Veränderungen weitergegeben werden können.

Zudem kam es bei dem Nachwuchs, dessen Väter einen B-Vitamin-Mangel besaßen, häufiger zu Fehlbildungen. 27 Prozent der Jungtiere besaßen anatomische Fehlbildungen, welche vor allem am Schädel und an der Wirbelsäue zu finden waren. Die Mäuse, die ausreichend mit Folsäure versorgt wurden, waren nur zu 3 Prozent betroffen.

Somit kann diese Studie unter Umständen bedeuten, dass auch Männer mit einem Kinderwunsch gut beraten sind, auf ihren Folsäure-Gehalt zu achten. Nicht nur Frauen können so Fehlbildungen bei ihrem Kind vermeiden helfen, auch der Mann ist gut beraten, wenn er sich gesund und ausgewogen ernährt. Auch Nahrungsergänzungsmittel können hier unterstützend wirken. (Quelle: Die Welt/Anja Garms)

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Kategorie: Gesundheit, News

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