Überlebenschancen nach Krebsdiagnosen sinken in ärmeren Regionen bedenklich

| 2. Februar 2014 | 0 Kommentare

Überlebenschancen nach Krebsdiagnosen sinken in ärmeren Gegenden bedenklich

Nicht jede der 25 Krebsarten muss gleich einem Todesurteil gleichkommen. In ärmeren Regionen ist die Überlebenschance aber nachgewiesen dennoch viel geringer als in reicheren Gegenden. Diese Unterschiede spielen gerade in den ersten 3 Monaten der Krebsdiagnose eine bedeutende Rolle. Dies ergab eine aktuelle Untersuchung des Deutschen Krebsforschungszentrums in Heidelberg.

Mehr als 25 verschiedene Arten von Krebs können heute einen Menschen lebensgefährlich erkranken lassen. Alle Krebsarten haben hier aber eines gemeinsam: Patienten, die in ärmeren Gegenden wohnen, sterben viel häufiger nach einer solchen Diagnose als, die Menschen reicheren Regionen. Dies liegt aber nicht unbedingt an der individuellen Lage des Menschen.

Überlebenschance sinkt in ärmeren Regionen

So sinkt die Überlebenschance in Deutschland nach einer Krebsdiagnose in ärmeren Gegenden enorm. Auch das Deutsche Krebsforschungszentrum in Heidelberg fand dies bei einer aktuellen Studie heraus. Gerade, die ersten 3 Monate nach der gefährlichen Krebsdiagnose sind hier stets sehr wichtig. Diese Behauptung stützt sich jetzt auf die Auswertung von 1 Millionen Krebspatienten. Krebserkrankte aus wirtschaftlich schwächeren Wohnorten haben demnach eine sinkende Überlebenschance gegenüber den Patienten, die in reicheren Regionen leben.

Eine Millionen Krebspatienten ausgewertet

Bis heute gab es für Deutschland noch keine Studie zu dieser Behauptung. Inzwischen wurden 16 Landeskrebsregister erstellt. 10 von ihnen nahm das Deutsche Krebsforschungszentrum Heidelberg jetzt genau in Augenschein. Eine Millionen Krebspatienten, die zwischen 1997 und 2006 an den häufigsten Krebsarten erkrankt waren, wurden hier genau ausgewertet. Wissenschaftler untersuchten die einzelnen Kreise auf ihre sozioökonomische Situation hin. Dabei spielten Faktoren, wie das Pro-Kopf-Einkommen, die Arbeitslosenrate und die kommunalen Ein-und Ausgaben eine wichtige Rolle. Herauskam, dass aus dem schwächsten Fünftel aller untersuchten Landkreise, die Patienten viel früher an Krebs starben als, die Patienten aus den reicheren Wohnorten.

Warum sinkt die Überlebenschance in ärmeren Gegenden so drastisch?

Dieses erschreckende Ergebnis kam gleich bei allen 25 Krebsarten heraus. Am deutlichsten war dieses Ergebnis in den ersten 3 Monaten nach der Krebsdiagnose zu erkennen. Hier erhöhte sich das Risiko gleich um 33 Prozent in den ärmeren Gegenden. 9 Monate später hingegen lag das Risiko der Gefahr an Krebs zu sterben bei 20 Prozent. Schauten die Experten noch weitere 4 Jahre weiter, lag das Sterberisiko bei 16 Prozent.

Die Frage nach dem Warum, konnten die Experten aber auch hier nicht herausfinden. So glauben die Fachmänner nicht, dass dies mit der individuellen Situation eines jeden Krebspatienten in Zusammenhang steht.

Jedes menschliche Organ kann vom Krebs heimgesucht werden

Eventuell können Spezialkliniken in ärmeren Regionen schlechter von den Patienten mit Krebs erreicht werden. Vielleicht reichen hier auch einfach nicht die Kapazitäten aus gleich jedem Krebspatienten eine Behandlungstherapie anzubieten. Zudem besteht die Vermutung, dass Menschen aus sozioökonomisch schwächeren Regionen seltener zur Krebsvorsorge gehen, so dass Krebserkrankungen häufig erst spät diagnostiziert werden können. Hierbei handelt es sich aber lediglich um Vermutungen. Die Studie konnte dies nicht belegen.

Insgesamt gibt es 25 verschiedene Arten von Krebserkrankungen. Allerdings kann jedes menschliche Organ von dieser gefährlichen Erkrankung betroffen werden. In Deutschland kommt es beim weiblichen Geschlecht häufig zu Brustkrebs. Männer hingegen haben am häufigsten mit Prostatakrebs zu kämpfen. Aber auch Lungen-und Dickdarmkrebs werden allzu oft bei Patienten festgestellt.

Das Erbgut spielt eine bedeutende Rolle

Nach Herz-Kreislauferkrankungen gehört Krebs in Deutschland zu der häugisten Todesursache. Aber nicht jede Krebsdiagnose muss hier gleich einem Todesurteil gleichkommen. Wird der Krebs früh erkannt und die Behandlung somit rechtzeitig in die Wege geleitet, kann dies die Überlebenschance drastisch ansteigen lassen. Ältere Krebspatienten haben es zudem häufig mit einem  langsam wachsenenden Tumor zu tun, so dass diese Patienten oftmals nicht am Krebs sterben, sondern an einer anderen Erkrankung.

Vor allem Einflüsse, die das Erbgut des Menschen verändern, sorgen häufig für Krebserkrankungen. Gerade während der Zellteilung sind die Zellen enorm anfällig. Außerdem spielen natürlich auch biologische Einflüsse, Lebensstil, Lebensumstände, gefährliche Uweltgifte und Strahlung hier eine Rolle. (Quelle: welt.de/ AFP/fj)

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Kategorie: Gesundheit, News

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