Stiftung Warentest: Schimmelpilzentferner auf dem Prüfstand – Hausmittel funktionieren auch

| 25. Dezember 2013 | 0 Kommentare

Stiftung Warentest: Schimmelpilzentferner auf dem Prüfstand - Hausmittel funktionieren auch

Schimmelflecken im Badezimmer oder in einem anderen Raum sehen nicht nur äußerst unschön aus, sondern gelten auch als gesundheitsgefährdend. Eine wirksame Bekämpfung muss also schnell her, aber welcher Schimmelpilzentferner kann hier wirklich halten was er verspricht? Stiftung Warentest hat jetzt 20 Schimmelpilzentferner genau unter die Lupe genommen. Das Resultat: Alle Mittel töten hier Pilze wirksam ab. Einige Lösungen und Sprays sind aber wahre Chemie-Bomben. Diese entfernen den Schimmel zwar zuverlässig, belasten aber auch die Atemwege der Anwender. „Gute“ Mittel finden sich hier auch mit weniger Nebenwirkungen. Wobei auch gleich drei Hausmittel empfehlenswert sind.

Preisgünstige Hausmittel wirken auch

Gleich 20 Mittel gegen Schimmel wurden hier getestet. Darunter auch drei Hausmittel. Brennspiritus, Isopropylalkohol, Wasserstoffperoxid, Anti-Schimmel-Farben, Zusätze für Wandfarben und verschiedene Marken-Schimmelentferner wurden somit genau unter die Lupe genommen. Vor allem die drei Hausmittel bekamen hier die Note „gut“. Chemikalien bleiben bei einer anwendung nicht zurück. Zumal Verbraucher diese Schimmelentferner in Apotheken und Drogerien zum kleinen Preis einkaufen können. Ca. 2 Euro pro Liter kostet Brennspiritus. Damit gehört dieses Hausmittel zu den billigsten Schimmelpilzentfernern.

Wer alkoholische Mittel nutzt, sollte immer ausreichend lüften

Isopropylalkohol und Brennspiritus sorgen für eine direkte und sofortige Entfernung des Schimmelpilzes. Nach der Nutzung verflüchtigt sich der Alkohol sofort. Gut lüften, sollte man dennoch immer, denn hier besteht Brandgefahr. Die Anwendung dieser Mittel ist simpel. Einfach die betroffenen Stellen mit dem alkoholhaltigen Mittel einstreichen und trocknen lassen. Anschließend diesen Vorgang noch einmal wiederholen. Auch Wasserstoffperoxid, als dreiprozentige Lösung, entfernt Schimmel zuverlässig. Eine konzentriertere Lösung könnte hier zwar noch besser wirken, führt aber zu Hautreizungen. Auch dieses Mittel sollte immer zweimal zum Einsatz kommen.

Vorbeugend: Biozidhaltige Sprays

Die Sprays von FLT, Toom, Hellweg, Max bahr und „Mem Schimmelentferner“ schnitten bei den gekauften Marken-Schimmelpilzentfernern gut ab. Mit acht bis neun Euro für einen halben Liter sind dieses Produkte aber nicht gerade günstig. Benzalkoniumchlorid oder Didecylmethylammoniumchlorid töten die Pilze wirkungsvoll ab. Aus gesundheitlichen Gründen erhielten diese Mittel aber nur die Note „befriedigend“. Wobei sie aber auch eine vorbeugende Wirkung besitzen. Schädliche Nebenwirkungen halten sich hier noch in Grenzen.

Sprays mit Natriumhypochlorid sind mit Vorsicht zu genießen

Hypochloridhaltige Schimmelpilzentferner erkennt man am typischen Chlorgeruch. Hierbei handelt es sich um wahre Chemie-Keulen. Sie entfernen zwar Schimmel zuverlässig, reizen aber auch die Atemwege der Anwender enorm. Je größer die zu behandelnde Fläche ist, desto höher ist auch die Belastung für den Nutzer. Aus diesem Grund gab es von Stiftung Warentest hier nur die Note „ausreichend“.

Mittel der Firma Argo hingegen erhielten hier nur die Note „mangelhaft“. Nach Angaben des Herstellers sollten diese Schimmelpilzentferner den ungesunden Pilz bis zu 18 Monaten, nach einer Behandlung, fern halten. Bereits nach 3 Wochen fand sich aber an den Prüfstellen neuer Schimmel.

Vorbeugen durch Anstrich

Werden Wände warm und trocken gehalten, kann der Schimmelpilz sich nicht weiter ausbreiten. Auch Farbzusätze oder Anti-Schimmel-Farben können dieses verhindern. Stiftung Warentest nahm auch hier acht Produkte unter die Lupe. Sieben davon schnitten mit der Note „gut“ ab. Vorbeugende Farben von Alpina, Farbturm und Schöner Wohnen können ohne weiteres weiterempfohlen werden.

Vor dem Kauf gilt es sich hier bei Schimmelpilzentfernern immer genau zu informieren. Auch das Studieren der Gebracuhsanleitung sollte vorab nicht in Vergessenheit geraten. Des Weiteren sollten Anwender sich immer an die Hinweise zum Arbeitsschutz halten. (Quelle: t-online.de/msh)

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Kategorie: Gesundheit, News

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