SchülerVZ gibt auf

| 10. April 2013 | 0 Kommentare

56198_web_R_by_Alexander Hauk _ bayern-nachrichten.de_pixelio.de„Wir machen es kurz: Es ist vorbei“ heißt es auf der Webseite von SchülerVZ. Die 2007 ins Leben gerufene Plattform für Schüler zwischen 10 und 21 Jahren wird zum 30. April eingestellt. Einen Grund für die Schließung nennen die Betreiber allerdings nicht. Fakt ist aber, dass SchülerVZ die Mitglieder fortlaufen. Das sah 2005 jedoch noch ganz anders aus. Als die Betreiber zunächst StudieVZ und zwei Jahre später SchülerVZ gründeten galten beide Plattformen trotz großer Konkurrenz namens Facebook als führende Internetportale. 2010 konnte Poolworks rund 5,8 Millionen Profile verzeichnen.

Doch die Zeiten sind längst vorbei. Der schleichende Prozess der sinkenden Mitglieder begann aber schon 2007 als die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck das Berliner Unternehmen übernahm. Das Ziel des Verlags war, mehr Rentabilität hineinzubringen. Zunächst schien der Plan aufzugehen. Nach eigenen Unternehmensangaben machten die Plattformen Gewinn. Doch die Erfolgswelle ebbte schnell ab – nicht zuletzt, weil Facebook in Deutschland immer mehr Anhänger für sich gewinnen konnte. Rasant sanken die Mitglieder auf gerade einmal 200.000. Das war eindeutig zu wenige, um durch Werbemaßnahmen Profit zu machen. Im Herbst des vergangenen Jahres verkaufte Holtzbrinck an Vert Capital – aber auch das brachte nichts mehr. SchülerVZ kapituliert – vielleicht auch ein bisschen vor Facebook.

Bildquelle: Alexander Hauk/bayern-nachrichten.de/pixelio.de

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Kategorie: Deutschland

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