Psychotherapien können Magersüchtigen auf Dauer helfen

| 15. Oktober 2013 | 0 Kommentare

Psychotherapien können Magersüchtigen auf Dauer helfen

Krankheiten, wie Magersucht sind nur sehr schwer heilbar. Eine Psychotherapie kann hier aber enorm weiterhelfen, dies fand nun eine aktuelle Studie heraus.

Eine neue Studie zeigt, dass eine Psychotherapie bei Magersucht durchaus hilfreich sein kann. So haben Universitäten in Deutschland zwei neue Verfahren mit der herkömmlichen Therapie verglichen und durchaus ein positives Ergebnis erhalten.

Magersucht gehört zu den Krankheiten mit der höchsten Sterblichkeitsrate. Wird diese Erkrankung nicht behandelt, sterben von 100 Patienten ca. 5, innerhalb von 10 Jahren. Nach, wie vor betrifft dies meist Frauen, denn in den meisten Fällen handelt es sich immer noch um weibliche Magersüchtige.

Gleich drei Behandlungsmöglichkeiten wurden in dieser aktuellen Untersuchung miteinander verglichen. 242 magersüchtige Frauen nahmen an dieser Studie teil. So erhielten einige Magersucht-Patienten eine Intensiv-Betreuung, wo auch der Hausarzt mit eingebunden wurde. Dieser suchte zudem einen Psychotherapeuten aus, der die Damen dann zusätzlich behandelte. Gruppe Nr.2 hingegen nahm an einer kognitiven Verhaltentherapie teil. Hier lernten die Magersüchtigen spezielle Techniken um so ihr gestörtes Essverhalten wieder in den Griff zu bekommen. In der dritten und letzten Gruppe gingen die Betroffenen ihren Konflikten und den emotionalen Auslösern ihrer Magersucht auf den Grund. Bei allen drei Behandlungsmethoden handelt es sich um eine Psychotherapie.

Alle drei Therapiearten wurden 10 Monate lang durchgeführt. Die Magersucht-Patienten aller Gruppen, die zuvor im Schnitt lediglich nur 46, 5 Kilogramm auf die Waage brachten, nahmen hier langsam, aber kontinuierlich zu. Auch nach Therapieende setzte sich dieser Erfolg fort. Viele Experten befürworten diese Behandlungsmethode, denn sowohl die tiefenanalytische, als auch die kognitive Methode kann von magersüchtigen Patienten ambulant in Anspruch genommen werden.

Leider zeigten diese Psychotherapien aber nicht bei allen Teilnehmerinnen dieser Studie Erfolg, ein Viertel der Magersüchtigen litt auch nach einem Jahr nach dieser Studie noch an einer vollausgepägten Magersucht.

Bei der Magersucht handelt es sich um eine chronische Erkrankung, somit ist diese nur schwer behandelbar. Bis heute gibt es noch kein Arzneimittel, welches tatsächlich bei Magersucht helfen kann, wobei Betroffene auch stets selbst den Willen besitzen müssen den Schritt der Heilung zu gehen.

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Foto oben: pixelio.de/Claudia Hautumm

Foto unten: pixelio.de/dreimirk30

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Kategorie: Gesundheit, News

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