NovoMix 30 FlexPen: Warnung an alle Diabetiker – Produktionsfehler bei Insulinpräparat entdeckt

| 27. Oktober 2013 | 0 Kommentare

NovoMix 30 FlexPen: Warnung an alle Diabetiker - Produktionsfehler bei Insulinpräparat entdeckt

Eine falsche Konzentration könnte Diabetiker das Leben kosten. Warnung vor bestimmten Chargen des Insulins NovoMix 30 FlexPen. Der Pharma-Hersteller Novo Nordisk hat bei einer Qualitätskontrolle herausgefunden, dass es bei diesem Medikament zu einem Produktionsfehler gekommen ist.

Bei bestimmten Chargen des Insulins NovoMix 30 FlexPen weicht der Insulingehalt von der vorgesehenen Dosierung ab. Die Warnung kamm vom Hersteller Novo Nordisk selbst. Der Grund, ein Produktionsfehler, der lebensgefährlich enden kann.

Der Einsatz der falschen Insulinkonzentration des betroffenen Präparats könnte unter Umständen sogar tödlich enden, denn für die Patienten besteht das Risiko einer Unter- oder Überdosierung. Betroffen sind demnach die Chargen CP 50393, CP 50749 und CP 50902. Kommen diese Chargen weiterhin zum Einsatz könnten Zuckerkranke mit einer Über-oder Unterzuckerung konfrontiert werden, welche im schlimmsten Fall lebensbedrohlich enden könnte.

Auch das Pharma-Unternehmen bedauert diesen Vorfall zutiefst und hat die betroffenen Chargen des NovoMix 30 FelxPens bereits unwiderruflich vom Markt genommen. Der Fehler der Insulinkonzentrationen kam bei einer Qualitätskontrolle zu Tage, denn auch dieses Unternehmen arbeitet eng mit dem Gesundheitsamt zusammen.

Senkung des Blutzuckerspiegels

Die rezeptpflichtigen Fertigspritzen dienen zur Senkung des Blutzuckerspiegels, wobei dieses Medikament in der Regel stets vor dem Essen gespritzt wird. Nach Angaben des Herstellers nutzen ca. 16.000 Patienten dieses Präparat. Bei den betroffenen Chargen kann es somit zu Fehldosierungen kommen, denn entweder kann nur halb so viel Insulin in einer Charge enthalten sein oder aber um die Hälfte zu viel Insulin.

Diabetes-Patienten sollten somit die Chargenummer genau prüfen und gegebenenfalls das Medikament austauschen lassen. Zudem ist es ratsam den Blutzuckspiegel erst einmal wieder engmaschig zu kontrollieren, damit es nicht zu schweren Komplikationen kommen kann.

Ein zu hoher Blutzuckerspiegel kann für zahlreiche Symptome sorgen. Häufige Toilettengänge mit zu viel Urin, Übelkeit, übermäßiger Durst oder Erbrechen  können Anzeichen für einen zu hohen Blutzuckerwert sein. Kommt es hingegen zu einem zu niedrigen Blutzuckerspiegel leiden die Patienten häufig an Benommenheit, Blässe, Herzklopfen, Schwitzen, Kopfschmerzen, Reizbarkeit, Müdigkeit, Taubheitsgefühl, verwaschener Sprache und ungewöhnliche Empfindungen auf der Haut. Eine Unterzuckerung kann zum Koma führen, so dass bei Auftreten dieser Symptome schnellst möglich ein Mediziner aufgesucht werden sollte. (Quelle: Spiegel Online: nik/dpa/AFP)

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Kategorie: Gesundheit, News

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