Neue Methode zur Brustkrebs-Diagnose: In Zukunft kann Brustkrebs durch einen Urintest nachgewiesen werden

| 10. Juni 2015 | 0 Kommentare
Neue Methode zur Brustkrebs-Diagnose: In Zukunft kann Brustkrebs durch einen Urintest nachgewiesen werden

Neue Methode zur Brustkrebs-Diagnose: In Zukunft kann Brustkrebs durch einen Urintest nachgewiesen werden

Experten der Universität Freiburg und des Deutschen Krebsforschungszentrums entwickelten jetzt einen neuen Ansatz zum Nachweis von Brustkrebs mittels Urinproben. In Zukunft könnte Brustkrebs somit über einen einfachen Urintest festgestellt werden.

Den Wissenschaftlern ist bereits bekannt, dass Brustkrebs über sogenannte Mikro-RNA in Bluttests nachgewiesen werden kann. Jetzt haben die Experten untersucht, ob solche Muster auch im Urin gefunden werden können. Es fanden sich einige spezielle Profile bei Patienntinnen, die bereits die Diagnose Brustkrebs erhalten haben. Die Moleküle im Harn wiesen deutlich auch Brustkrebserkrankungen hin.

Bestimmte Mikro-RNA-Profile im Harn weisen auf Brustkrebs hin

Forscher analysierten während einer Studie den Urin von 24 Brustkrebspatientinnen und 24 gesunden Frauen. Bestimmte Mikro-RNA-Profile wiesen dabei deutlich auf die weitverbreitete Krebserkrankung hin. Signifante Abweichungen in der Expression von vier Brustkrebs-assoziierten Mikro-RNAs wurden dabei entdeckt. Die Konzentration der miR-155 zeigte sich bei den erkrankten Damen erhöht. Wobei die Patientinnen im Gegensatz zu den gesunden Frauen eine viel geringere Expression von miR-21, miR-125b und miR-451 aufzeigten. Brustkrebs kann mit Hife der vier Mikro-RNAs heute mit hoher Wahrscheinlichkeit nachgewiesen werden.

Brustkrebsdiagnose bald durch einfachen Urintest möglich?

Nach Meinung der Experten ist eine Brustkrebs-Diagnose anhand der Mikro-RNA-Profile durchaus möglich. Es reicht aus die vier nachweisbaren Mikro-RNA-Profile zu analysieren. Deutliche Muster zeigen, welche Patientinnen gesund sind und welche Frau doch an Brustkrebs erkrankt ist. Demnach sei diese Untersuchung der Mikr-RNA im Urin durchaus als nicht-invasive-innovative Methode zur Brustkrebserkennung geeignet. Eventuell können solche Urintests in Zukunft auch zur Früherkennung genutzt werden.

Jedes Jahr erkranken schätzungsweise 75.200 Frauen an Brustkrebs

Schätzungen zufolge kommt es in Deutschland jährlich zu 75.200 Neuerkrankungen. Brustkrebs zählt bei Frauen zu den mit Abstand häufigsten Krebserkrankungen. Etwa eine von acht Frauen erkrankt im Laufe ihres Lebens an dieser Krebsart. Jede vierte Betroffene ist dann jünger als 55 Jahre, wenn sie die erschreckende Diagnose erhält.

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Foto oben: Pixelio.de/Ch.Herzau-Weisel

Foto unten:Pixelio.de/Thomas

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Kategorie: Gesundheit, News

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