Neue Forschungsergebnisse: Schon im Mutterleib kommt es zum Autismus

| 30. März 2014 | 0 Kommentare

Neue Forschungsergebnisse: Schon im Mutterleib kommt es zum Autismus

Die Ursache von Autismus sind unterentwickelte Hirnregionen beim Fötus. Mit dieser neuen Erkenntnis wird es in Zukunft möglich sein, neue Diagnose-Wege zu entwickeln. Bisher kann Autismus nur durch Verhaltensmuster diagnostiziert werden. Was hier allerdings der Auslöser für diese unheilbare Erkrankung ist, ist nach wie vor ein Rätsel, welches auch die besten Experten noch nicht lüften konnten.

Bereits im Mutterleib entwickelt sich Autismus. Dies wird dadurch hervorgerufen, dass spezielle Gehirnzellen des Fötus sich nicht richtig entwickeln können. Das ist wahrscheinlich auch der Grund dafür, warum es so viele verschiedene Symptome bei autistischen Kindern gibt. Autismus ist eine angeborene, unheilbare Wahrnehmungs- und Informationsverarbeitungsstörung des menschlichen Gehirns. Die Erkrankung zeigt sich schon im frühen Kindesalter.

Autismus beginnt schon in einem frühen Stadium der Schwangerschaft

Experten haben jetzt herausgefunden, dass Autismus schon im Mutterleib während der Schwangerschaft entsteht. Nach den neuesten Erkenntnissen bginnt diese Krankheit bereits im zweiten Trimester Schwangerschaft. In diesem frühen Stadium entwickelt sich nachweislich die Hirnrinde des Kindes in sechs Schichten. Jede Schicht besitzt hier ihre eigenen Zellen, ihre eigene Zusammensetzung und ist zudem stets für eigene Funktionen zuständig. Normalerweise hinterlassen die Hirnzellen nach der Entwicklungsphase dann bestimmte genertische Markierungen. Diese fehlen aber bei den unterentwickelten Hirnzellen. Demnach finden sich hier lediglich sogenannte „chaotische Flecken“. Hier konnten die Forscher also einen wichtigen Hinweis darauf finden, warum Autismus so viele verschiedene Symptome zeigen kann.

Erstmalig wurden Gehirnzellen von Kindern erforscht

Diese Studien-Ergebnisse konnten nur entdeckt werden, weil es den Forschern ermöglicht wurde an Gehirnzellen von 11 verstorbenen Kindernzu forschen. So konnte festgestellt werden, dass sich die unterentwickelten Zellen stets in den Hirnregionen fanden, die Sprache, Emotionen und Kommunikation steuern. Noch nie wurden so viele Gehirnproben von Kindern analysiert. Ingesamt konnten 12.000 Gewebeproben untersucht werden.

Durch die neuen Erkenntnisse wird es bald möglich sein neue Diagnose-Instrumente zu entwickeln. Autismus könnte schneller diagnostiziert werden. Bisher konnte Autismus nur durch Verhaltensmuster bei Kleinkinden festgestellt werden.

Studien in der Zukunft müssen viel früher angesetzt werden um diese unheilbare Krankheit wirklich verstehen zu können. Die ursache von Autismus ist immer noch völlig unklar. Es gibt keine methode zur Heilung. Medikamente und Verhaltenstherapien helfen Autisten zwar, aber nur bedingt. (Quelle: deutsche-wirtschafts-nachrichten.de)

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Kategorie: Gesundheit, News

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