Neue Anti-Alkohol-Gesetze wirkungslos? Wodka bleibt die Hauptodesursache unter jungen Männern in Russland

| 1. Februar 2014 | 0 Kommentare

Neue Anti-Alkohol-Gesetze wirkungslos? Wodka bleibt die Haupttodesursache unter jungen Männern in Russland

Eigentlich sollten die neuen Anti-Alkohol-Gesetze in Russland dafür sorgen, dass junge Männer nicht mehr übermäßig zum Wodka greifen. Diese Maßnahmen haben aber anscheinend bis heute noch keinen positiven Effekt erzielt. Noch immer sterben viel zu viele junge Russen hier am Wodka-Genuss. Dies ist eine der Haupttodesursachen für enorm hohe Todeszahlen unter jungen, männlichen Russen.

Internationale Forscher haben jetzt eine groß angelegte Studie durchgeführt. Es bestätigte sich, dass rund 25 Prozent der russischen Männer vor dem Erreichen des 55 Lebensjahres sterben. In Großbritannien sind es hingegen gerade einmal 7 Prozent. Die Todeszahlen in Russland bleiben somit weiterhin hoch. Dabei wurden in der Vergangenheit bereits die Wodka-Preise extrem erhöht. Auch nächtliche Verkaufsverbote von Alkohol wurden eingeführt, zeigen aber anscheinend kaum eine Wirkung.

Bei dieser Studie wurde das Trinkverhalten von 151.000Russen genau analysiert. 10 Jahre nahm diese Untersuchung in Anspruch. Gleich 8000 Menschen starben in dieser Zeit. Männer, die rauchen und mehr als 1,5 Liter Wodka wöchentlich zu sich nehmen, haben ein vorzeitiges Sterberisiko von 35 Prozent. Hierbei handelt es sich um Männer in einem Alter zwischen 35 bis 54 Jahren. Die Männer, die weniger Alkohol zu sich nehmen, besaßen ein deutlich niedriges Risiko nch in jungen Jahren zu sterben.

Die Hälfte der Menschen starben wegen zu viel Alkohol

Dass es zwischen der hohen Sterblichkeitsrate in Russland und dem dort herrschenden Alkoholkonsum einen Zusammenhang gibt, wurde schon vor Jahren wissenschaftlich bewiesen. Über die Hälfte der Todesfälle bei jungen Russen im Alter zwischen 15 und 54 Jahren sind auf zu viel Alkoholgenuss zurückzuführen. Beim männlichen Geschlecht ist hier die Sterblichkeitsrate gleich 5 Mal so hoch, bei Frauen dreimal so hoch wie in Westeuropa.

Aber nicht nur die durchschnittliche Alkoholmenge sorgt für diese hohe Todesrate. Gerade, die einzelnen, extremen Besäufnisse erhöhen in Russland das Risiko am Wodka zu sterben. Die durchschnittliche Lebenserwartung von russischen Männern liegt hier unter 64 Jahren. Eine effektive Tabak-und Alkoholpolitik in Russland somit dringend erforderlich. Die geringe Lebenserwartung in Russland zählt zu den niedrigsten auf der ganzen Welt.

Unfälle, Gewalt, Selbsttötung und Alkoholvergiftung

Die extrem hohe Todesrate unter jungen Russen mit hohem Wodka-Konsum ist nach dieser Studie vor allem auf Unfälle, Gewalt, Selbsttötung und Alkoholvergiftungen zurückzuführen. Auch Erkrankungen, wie Lungenleiden und Leberkrebs sorgen in Russland häufig für einen jungen Tod.

2006 wurden die Alkoholkontrollen in Russland eingeführt. Hier nach soll sich der Alkoholkonsum im Land gesenkt haben. Nach dem Zusammenbruch des Kommunsimus hingegen griffen viele Russen wieder öfter zur Wodka-Flasche. Inzwischen wurden im Land zusätzliche weitreichende Rauchverbote erlassen. Ob diese neuen Erlasse Wirkung zeigen werden, wird dann wohl erst die nächste Langzeitstudie zeigen. (Quelle: focus.de/gm/dpa)

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Bildquelle oben: Fotograf©Tobias Feuerbacher/PIXELIO

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