Nach Absturz der Germanwings geht die Flugangst um

| 25. März 2015 | 0 Kommentare
Nach Absturz der Germanwings geht die Flugangst um

Nach Absturz der Germanwings geht die Fugangst um

Erst wenige Stunde ist es her, da wurde bekannt, dass eine Germanwings-Maschine über französischen Boden an den Bergen zerschellte. Viele Fluggäste werden jetzt mit allerlei Ängsten konfrontiert und sogar die Menschen, die sonst nie an Flugangst litten, bekommen ein flaues Gefühl in der Magengegend. Fliegen ist aber auch nach diesem tragischen Unglück immer noch sicher. Zumal es Möglichkeiten gibt, die Angst in den Griff zu bekommen.

Der Absturz der Germanwings über französischen Boden schockiert nicht nur Deutschland und Frankreich, sondern die ganze Welt. Bei vielen Menschen löst diese Tragödie aber auch Flugangst aus. Auch die, die zuvor nie mit dieser Angst zu kämpfen hatten, leiden an einem mulmigen Gefühl, wenn sie daran denken jetzt einen Flieger betreten zu müssen.

Linda Föhrer, ehemalige Stewardess und jetzt Diplom-Psychologin, kann die Angst vorm Fliegen durchaus verstehen. Dennoch betont Föhrer auch, dass Sicherheitsmängel nicht der Grund dafür sind, warum die Germanwings-Crew erst einmal nicht den Boden unter den Füßen verlieren möchte.

Fliegen ist immer noch sicher

Menschen sind gestorben. Zahlreiche Kinder waren darunter. Dennoch ist Fliegen keinesfalls unsicherer geworden. In den letzten Jahren hat sich die Flugzeug Anzahl im Luftraum sogar verdoppelt, die Anzahl der Unfälle hingegen ist gleich geblieben. Jedes Jahr sterben tausende von Menschen auf Deutschlands Straßen. Im Luftraum sind es jährlich weltweit einige Hundert. Da über Flugzeugabstürze aber stets groß in den Medien Bericht erstattet wird, verzehrt dies die Wahrnehmung der Menschen und schürt damit die Flugangst. Auch, wenn der Germanwings-Absturz natürlich schrecklich ist, sterben muss ein jeder Mensch. Dass dies ausgerechnet bei einem Flug passiert, ist aber sehr gering.

Angst bedeutet purer Stress für Körper, Geist und Seele. Leidet ein Mensch unter Flugangst, ist es ratsam Schreckensnachrichten im Fernsehen  gar nicht erst anzuschauen. Spekulationen über den Grund der Tragödie schüren hier die Ängste nur. Besser ist es, spezielle Atemtechniken zu erlernen, Entspannungsübungen zu trainieren oder durch Sport die aufkommende Angst zu vertreiben.

Kontrollverlust gleich Flugangst

Viele Passagiere leiden an Flugangst, weil sie im Flieger die Kontrolle der Maschine an einen fremden Piloten abgeben müssen. Es liegt in fremder Hand, ob sie ihr Ziel wohlbehalten erreichen. Ein Flugangst-Seminar kann hier helfen, die Angst zu mindern, denn gänzlich vertreiben, lässt sich diese meist nicht. Hier erklärt dann ein Pilot die Technik und bringt den Teilnehmern den Aufbau eines Flugzeugs näher. Wobei auch Psychologie stets zugegen ist. Unverhältnismäßige Ängste werden so abgebaut. Teilnehmer lernen besser mit ihrer Angst umzugehen und diese unter Kontrolle zu halten.

Flugangst wird kleiner, indem Betroffene aktiv dagegen angehen. Einfach gar nicht mehr in ein Flugzeug zu steigen, bewirkt hingegen, dass absolute Gegenteil. Die Angst vorm Fliegen wird wachsen.

Germanwings-Crew bleibt erst einmal am Boden

Selbst die Germanwings-Crew hat erst einmal erklärt nicht mehr den Luftraum zu betreten. Der Schock ist bei allen Beteiligten groß. Es ist nachvollziehbar, dass das Bordpersonal vorerst am Boden bleibt, denn wer fliegt, sollte zu 100 %  einsatzbereit sein. Mit mangelnder Sicherheit hat diese Vorgehensweise nichts zu tun. ( Quelle: berliner-zeitung.de)

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Foto oben: Pixelio.de/Tobias Hildebrandt

Foto unten: Pixelio.de/Tobias Henke

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Kategorie: Gesundheit, News

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