Milliardengeschäft mit Glücksspiel geht zurück – Spielsucht am „Daddelautomaten“ hingegen wächst

| 22. Februar 2014 | 0 Kommentare

Milliardengeschäft mit Glücksspiel geht zurück - Spielsucht am "Daddelautomaten" hingegen wächst

Klassische Glücksspiele wie Lotto, Toto und Co sind heute nicht mehr ganz so angesagt. Gut 40 Prozent der deutschen Verbraucher spielen hier noch regelmäßig und hoffen stetig auf den großen Jackpot. Doch trotz des Rückgangs macht diese Branche weiterhin Geschäfte in Milliardenhöhe.

2011 waren es noch über die Hälfte der Bevölkerung, die beim Glücksspiel mitmachten. Im letzten Jahr hingegen waren es hingegen noch gut 40 Prozent. Bei den Zockern an den Geldspielautomaten sieht es hingegen anders aus, hier steigt die Zahl der Glücksspieler stetig. Gerade hier ist aber auch die Suchtgefahr ungemein groß.

Auch heute noch bietet das Glücksspielverhalten der Deutschen ein Anlass zur Sorge. Männer, aber auch Menschen mit niedrigem Bildungsniveau und mit Migrationshintergrund verbringen häufig viel zu viel Zeit vor den Glückspielautomaten. 438.000 Menschen zwischen 16 und 65 Jahren, also gut 0,8 Prozent, sind laut einer aktuellen Studie sogar süchtig nach dem Spiel am Automaten. Vor 2 Jahren war diese Zahl noch viel geringer. Hier spielt aber auch eine andere Erhebungsrolle eine bedeutende Rolle.

Immer mehr Menschen „daddeln“

Vor allem der Anstieg der Spieler vor „Daddelautomaten“ ist bedenklich und macht den Experten Sorgen. 2007 waren es noch 2,2 Prozent, im letzten Jahr steckten gleich 3,7 Prozent der Verbraucher ihr Geld in einen Spielautomaten. In dieser Gruppe finden sich auch gleichzeitig die Vielspieler, 28,7 Prozent.

Viele der Zocker sind zwischen 18 und 20 Jahre alt. Dieser Anteil hat sich in den letzten 6 Jahren gleich vervierfacht. Jeder Vierte in dieser Altersklasse daddelte somit 2013 an einem Geldspielautomaten und gewann hier natprlich nicht nur.

Die repräsentative Telefonbefragung der 16 bis 65 jährigen Teilnehmer wurde dieses Mal aber erstmalig auch auf Mobilfunknutzer ausgeweitet. Die Entwicklung war also viel deutlicher erkennbar. Experten vermuten, dass dies auch schon vorab so war, aber eben nicht gesehen werden konnte.

Bekämpfung illegaler Angebote

Auch bei Sportwetten und Internet-Glücksspielen kommt es auch heute noch zu problematischen oder gar krankhaften Spielverhalten. Lotterien sind hingegen weitaus ungefährlicher. Hier liegt die Problemquote gerade einmal bei unter 3 Prozent. Noch immer finden sich Defizite bei der Bekämpfung illegaler Angebote im Glücksspiel. Die bundesweite Spielverordnung sollte in Ergänzung der Ländergesetze schnell umgesetzt werden. Zudem sei mehr Prävention ungemein wichtig.

Im Jahr 2011 machte die deutsche Glücksspielbranche einen Umsatz von 32 Milliarden Euro. 2013 verspielte jeder 6. Befragte bis zu 10 Euro im Monat. Mehr als 100 Euro wurden von 4,2 Prozent verspielt. (Quelle: focus.de/jr/dpa)<img src=“http://vg07.met.vgwort.de/na/da909e2e05b34ca7a9afc99d88ba89bf“ width=“1″ height=“1″ alt=““>

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Kategorie: Gesundheit, News

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