Mediziner kommen auf Facebook und anderen sozialen Netzwerken immer öfter in Versuchung ihre ärztliche Schweigepflicht zu brechen

| 29. Oktober 2013 | 0 Kommentare

Mediziner kommen auf Facebook und in anderen sozialen Netzwerken immer öfter in Versuchung ihre ärtzliche Schweigepflicht zu brechen

Auch Ärzte nutzen heute soziale Netzwerke, wie Facebook, Twitter und Co um sich mit Kollegen über ihren beruflichen Alltag auszutauschen. Peinliche Leiden, nervende Patienten und andere medizinische Details kommen hier somit öfter einmal zur Sprache, so dass immer mehr Mediziner Gefahr laufen ihre ärztliche Schweigepflicht zu verletzen.

Nach Meinung von Experten brechen immer mehr Mediziner in sozialen Netzwerken, Blogs und Chaträumen ihre ärztliche Schweigepflicht. Jeder Arzt sollte da vorab genau überlegen, was er auf Facebook, Twitter und Co veröffentlicht, denn findet sich ein Patient hier wieder könnte dies einem Arzt teuer zu stehen kommen. Die Ärztekammer sollte aus diesem Grund alle Mediziner besser schulen, denn um sich mit Kollegen auszutauschen, mit Patienten zu kommunizieren oder mit Kollegen chatten, nutzen immer mehr Ärzte inzwischen soziale Netzwerke. Jeder zweite Doktor nutzt Facebook und Co heute gerne in seiner Freizeit und täglich werden es mehr.

Wichtig ist hier natürlich immer der Umgang mit der ärztlichen Schweigepflicht, denn diese Grauzone ist schnell mal überschritten und kann somit rechtlich relevant werden. Schon im Jahr 2009 zeigte eine Studie, dass so mancher Medizinstudent unprofessionelle Inhalte ins Internet gestellt hatte und dabei allzu oft seine ärztliche Schweigepflicht vergaß.

Viele Krankheitsbilder lassen sich hier schnell zuordnen

Veröffentlicht ein Student auf Facebook oder in einem Blog einen Bericht über eine anstrengende Blinddarm-Op oder beschwert sich über einen sehr nervigen Patienten, können Patienten mit Hilfe der medizinischen Details schnell identifiziert werden. So mancher angehende Arzt kann sich da unter Umständen schnell vor Gericht wiederfinden und muss sich am Ende eventuell für sein Vergehen verantworten.

So bieten soziale Netwerke zwar Chancen für die Mediziner, aber auch Risiken und Nebenwirkungen. Schon ein unüberlegtes Wort, könnte eines zu viel sein, so dass Ärzte gut daran tun sich vorab genau zu überlegen, was sie bei Facebook, Twitter und Co veröffentlichen.

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Foto oben:pixelio.de/ SheSign

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Kategorie: Gesundheit, News

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