Lindt und sein goldener Schokohase

| 29. März 2013 | 0 Kommentare

450932_web_R_by_Adrian Busu_pixelio.dePassend zur Osterzeit musste sich der Bundesgerichtshof mit einem goldenen Osterhasen auseinandersetzen. Denn das Schweizer Schokoladenunternehmen Lindt beansprucht die goldene Verpackung seiner Schokohäschen allein für sich. Aber  andere Hersteller verpacken ihre süßen Hasen ebenso gern im festlichen Gewand. So auch das bayrische Unternehmen Riegelein, das die ganze Aufregung eigentlich überhaupt nicht versteht. Denn laut Pressemitteilung aus dem Hause Riegelein, sei Lindt schließlich nicht der Erfinder der goldenen Verpackung und zudem sei es bereits seit den 1950ern ein beliebtes Verpackungsmaterial. Auch der Bundesgerichtshof sah keine Verwechslungsgefahr der Schokohasen und wies die Klage von Lindt ab.

Streit um Hasen als Endlosschleife

Und da das Ganze Verfahren schon seit 2000 andauert, ließ der Bundesgerichtshof auch keine Revision zu, um so einen endgültigen Schlussstrich zu ziehen. Damit steht nun eindeutig fest, dass auch andere Hersteller ihre Schokohäschen in Gold einpacken dürfen.

Lindt in Österreich erfolgreicher

Zumindest in Deutschland. In Österreich hatte Lindt nämlich mehr Erfolg. Dort klagte der Hersteller gegen das Unternehmen Hauswirth und gewann. Das Gericht in Wien entschied, dass die Produktion und der Vertrieb der goldenen Schokohasen des österreichischen Herstellers eingestellt werden muss. Inzwischen aber gibt es  eine ganz legale Version, die scheinbar auch Lindt gefällt.

Bildquelle: Adrian Busu/pixelio.de

 

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Kategorie: Welt

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