Haushaltsdefizit in Frankreich wird von Jens Weidemann heftig kritisiert

| 9. Mai 2013 | 0 Kommentare

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Das Sparverhalten der französischen Regierung ist für Bundesbankchef Jens Weidemann unzureichend. Denn auch in diesem und im kommenden Jahr wird das Haushaltsdefizit in Frankreich nicht die vier Prozent Marke unterschreiten. Finanzminister Wolfgang Schäuble hingegen sieht es mit dem Sparverhalten der Franzosen gelassener.

Doch die neuste Prognose der EU-Kommission bringt die Realität zu Tage. Frankreichs Haushaltsdefizit wird in diesem Jahr vier Prozent ausmachen und auch im kommenden Jahr zeigen die Zahlen, dass die zweitstärkste Wirtschaftsmacht in Europa mehr sparen muss, um den eigenen Staatshaushalt auszugleichen. Bundesbankchef Jens Weidemann ist angesichts der Prognose der Meinung, dass man in Frankreich nichts vom Sparen sieht. Schließlich, so Weidemann, habe gerade Frankreich eine Vorbildfunktion zu erfüllen.

Dass ausgerechnet Frankreich erst kürzlich von der EU-Kommission mehr Zeit zur Stabilisierung des Haushalts erhalten hat, stößt auch in der Bundesregierung auf Kritik, aber auf keinen nennenswerten Widerstand. Rückenwind allerdings bekommt Frankreich von Finanzminister Schäuble, der durchaus die Bemühungen des Nachbarlandes sieht. Er glaubt, dass Frankreich auf einem „guten Weg“ ist und eben ein wenig länger braucht als andere Staaten.

Bildquelle: Deutsche Bundesbank

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Kategorie: Deutschland

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