Gesundheit: Omega-3 Fettsäuren die Alternativtherapie bei ADHS

| 10. Dezember 2014 | 0 Kommentare

In Deutschland sind etwa 3,7 Prozent der Kinder von ADHS betroffen. Sie sind unaufmerksam, hyperaktiv und können sich nicht lange konzentrieren. Inzwischen haben Untersuchungen herausgefunden, dass nicht die Erziehung Ursache für das Aufmerksamkeitsdefizit ist. Vielmehr sendet das Gehirn Botenstoffe nicht richtig weiter und es kommt zu einer Fehlregulierung.

Foto:Fotograf©I.Friedrich/PIXELIO

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Doch nicht nur Medikamente können helfen, auch die Ernährung spielt in manchen Fällen ein wichtiger Faktor. Besonders ein Mangel an Omega-3 Fettsäuren steht eng im Zusammenhang mit ADHS.

Ursachen und Symptome von ADHS

ADHS ist die Abkürzung für eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung und wird als eine neurobiologische Erkrankung angesehen. Zu den häufigsten Symptomen gehören Unaufmerksamkeit, Hyperaktivität und Konzentrationsdefizite. Kinder mit ADHS sind häufig aufgedreht, können kaum still sitzen und Hausaufgaben sind ganz oft ein Greul für sie. Lange glaubte die medizinische Forschung, dass die Ursache von ADHS in der Erziehung liegt. Das jedoch ist mittlerweile widerlegt. Auch wenn die Ursachenforschung noch lange nicht vollständig abgeschlossen ist, so haben Mediziner inzwischen herausgefunden, dass die Aufmerksamkeitsstörung durch die Fehlleitung von Botenstoffen im Gehirn ausgelöst wird.

Das Zusammenspiel zwischen ADHS und Ernährung

Zwar ist die Verabreichung von Medikamenten bis heute die gängigste Therapiemethode bei ADHS, doch Forscher tendieren inzwischen auch zu alternativen Möglichkeiten. Besonders die Ernährung liegt dabei im Fokus. So haben in den vergangenen Jahren einige Studien herausgefunden, dass vor allem ein Mangel an Omega-3 Fettsäuren zu Konzentrationsschwierigkeiten führen kann. Schließlich sind ungesättigte Fettsäuren äußerst wichtig für die Hirnfunktion. Denn Omega 3 Fettsäuren sind für den Bau von Zellwänden in Gehirn und Augen verantwortlich. Zudem sorgen die ungesättigten Fettsäuren dafür, dass die Membranen im Gehirn elastisch bleiben. Doch gerade in Deutschland, einem der führenden Industriestaaten der Erde, ist Omega-3 Fettsäuren Mangel nichts Ungewöhnliches. Besonders Kinder leiden bei Mangelerscheinungen mitunter an Konzentrationsstörungen.

Omega-3 Fettsäuren können Symptome von ADHS mindern

Verschiedenste Studien und Untersuchungen haben sich in den vergangenen Jahren auf ADHS im Zusammenhang mit einem Omega-3 Fettsäuren Mangel konzentriert. Die meisten Studien beweisen, dass die zusätzliche Einnahme von Omega-3 Fettsäuren die Symptome von ADHS mindern können. So auch eine umfassende Studie des Jugendpsychiaters Klaus Werner Heuschen. Er behandelte Kinder und Jugendliche, bei denen eine Aufmerksamkeitsdefizitstörung diagnostiziert wurde, mit zusätzlichen Omega-3 Fettsäuren. Nach etwa einem halben Jahr sprachen rund 150 Patienten sehr stark auf die Therapie an. Es stellten sich eine Stärkung der Konzentration und eine Stabilisierung der Stimmung ein. Allerdings benötigt es bei dieser Therapie Geduld. Denn erste, positive Ergebnisse sind laut Dr. Heuschen erst nach etwa sechs bis acht Monaten sichtbar.

Kategorie: Ernährung, Gesundheit, News

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