Gesundheit: Neurofibromatose – Ursache liegt in genetischen Veränderungen

| 30. November 2013 | 0 Kommentare

Neurofibromatose ist ein Überbegriff für eine bestimmte Gruppe von Erbkrankheiten. Sie verursachen sogenannte Neurofibrome (Nerventumore), die am ganzen Körper auftreten können. Meist erscheint die Erbkrankheit im Jugendalter. Mit wachsendem Alter kann sich das Krankheitsbild verstärken. Insgesamt gehören zur Gruppe bis zu acht bislang bekannte Arten der Neurofibromatose. Allerdings erhalten in der Medizin Neurofibromatose Typ 1 (Morbus Recklinghausen) und Neurofibromatose Typ 2 (NF2) eine besondere Bedeutung zu gesprochen.

Neuronale Zelle 2Ursache von Neurofibromatose

Neurofibromatose entsteht durch genetische Veränderungen. Das bedeutet, Informationen, die eigentlich dafür zuständig sind, den Zellwachstum zu steuern, sind nicht korrekt ausgeführt oder sogar ausgeschaltet. So auch bei Morbus Recklinghausen. Bei diesem Typ ist zwar das NF1-Gen vorhanden, aber nicht aktiv. Das bedeutet, dass Nervenzellen, die in Verbindung mit dem Bindegewebe stehen, unkontrolliert wachsen können. Passiert das, bilden sich häufig gutartige Tumore, die am ganzen Körper auftreten können.

Alle Typen werden autosomal-dominant vererbt, heißt es bei Netdoktor. Das heißt, die Krankheit kann unabhängig vom Geschlecht weitergegeben werden. Bei 50 Prozent der Betroffenen ist das der Fall. Doch ebenso kann Neurofibromatose auch spontan auftreten.

Neurofibromatose Typ1 – Morbus Recklinghausen

Etwa ein Mensch von 3.000 erkrankt an Morbus Recklinghausen. Damit ist diese Form von Neurofibromatose die häufigst auftretende Art. Meist treten bei Typ1 gutartige Tumore direkt unter der Haut auf. Bei bis zu 13 Prozent der Betroffenen können sich im Krankheitsverlauf allerdings auch bösartige Tumore bilden. Typisch können auch Tumore am Sehnerv sein, die bereits ab einem Alter von sieben Jahren entstehen. Zudem bilden sich bei 50 Prozent der Erkrankten Tumore im Körper, die sich, aus bislang unbekannten Ursachen, zu bösartigen Geschwülsten entwickeln.

Ebenso betroffen sind die Knochen und das Skelett, So sind Knochenveränderungen, schlechte Heilung von Knochenbrüchen und Wirbelsäulenverkrümmungen auch Begleitsymptome der Erbkrankheit. Hinzu kommen erhöhter Blutdruck und Aufmerksamkeitsstörungen. Wird jedoch Neurofibromatose Typ 1 bereits im Kindesalter festgestellt, können viele Begleiterscheinungen erfolgreich gelindert werden.

Neurofibromatose Typ2

Etwas seltener auftretend ist Neurofibromatose Typ2. Statistisch erkrankt ein Mensch von 25.000 an Typ2. Vor allem im Bereich der Hörnerven bilden sich bei dieser Form gutartige Tumore. Zwar wachsen die Geschwülste sehr langsam, doch wird der Tumor nicht rechtzeitig erkannt, kann es zu Beeinträchtigungen im Hörvermögen kommen.

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Kategorie: Ratgeber

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