Fiat übernimmt Chrysler komplett – ist das für Fiat der Weg aus der Krise?

| 2. Januar 2014 | 0 Kommentare

Fiat übernimmt Chrysler komplett - ist das für Fiat der Weg aus der Krise?Die Finanzkrise ist auch an dem italienischen Autobauer Fiat nicht unbeschadet vorbeigegangen. Dennoch hat Fiat nun den amerikanischen Fahrzeughersteller komplett gekauft, um wieder ganz vorne in der Branche mitzuspielen. In den USA läuft es mit Chrysler wirklich gut. Aber auch das amerikanische Unternehmen besitzt einige Baustellen.

Bislang hatte Fiat zwar die Mehrheit, doch mit dem Kauf der restlichen 41,5 Prozent gehört Chrysler nun dem italienischen Autobauer. 4,35 Milliarden US-Dollar musste Fiat dafür bezahlen. Doch die Komplettübernahme könnte sich für den angeschlagenen Konzern wirklich rentieren.

Denn Chrysler konnte im dritten Quartal des vergangenen Jahres den Gewinn um 22 Prozent nach oben treiben. Allein in Nordamerika ist der Absatz seit 2009 um 50 Prozent gestiegen. Hingegen kämpft Fiat mit der europäischen Finanzkrise. Die hohe Arbeitsloigkeit in den südlichen Teilen Europas lässt den Absatzmarkt schwinden. Gerade einmal 56.000 Autos konnte Fiat in elf Monaten verkaufen. Damit sank nicht nur die Auslastung in den Produktionsstätten des italienischen Autobauers, sondern auch der Marktanteil von 6,5 auf 6,2 Prozent binnen eines Jahres. Mit dem Kauf steigen nun beide Fahrzeughersteller zusammen weltweit auf Platz sieben in der Branche.

Aber auch Chrysler ist nicht ohne Baustellen. Besonders technisch ist Chrysler für den europäischen Markt nicht angepasst genug. Durchnittlich 11,4 Liter au 100 Kilometer frisst ein Chrysler-Auto. Angesichts der hohen Ziele in der europäischen Energiewende muss sich da noch einiges ändern. Dazu kommen die Pläne neuer Autos, die hauptsächlich aus dem Fiat-Lager stammen. Viele neue Modelle wurden zwar geplant, jedoch wieder verschoben oder ganz über Bord geschmissen.

Bildquelle: Jürgen Nießen/pixelio.de

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Kategorie: News

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