Fehlender Impfschutz: Masern gefährden Menschen ab Jahrgang 1970 – Nachwuchs muss geschützt werden, denn Spätfolgen von Masern sind lebensgefährlich

| 16. Juni 2013 | 0 Kommentare

Fehlender Impfschutz: Masern gefährden Menschen ab Jahrgang 1970 – Nachwuchs muss geschützt werden, denn Spätfolgen von Masern sind lebensgefährlich

Personen in Deutschland, welche nach 1970 geboren wurden, müssen Ihren Masernschutz überprüfen. Ein 14 jähriger Junge in Nordrhein-Westfalen ist an den Spätfolgen von Masern gestorben. Im Alter von 5 Monaten infizierte sich der Bub im Wartezimmer seines Kinderarztes mit Masern. Mit 5 Jahren erkrankte er dann an einer chronischen Maserngehirnentzündung. Diese Erkrankung ist eine Spätfolge von Masern und ist auch heute noch nicht heilbar. Vor einigen Tagen hat der Junge, Michael, nun den Kampf verloren und musste die Infektion mit dem Leben bezahlen.

Natalie, ein zweites damals infiziertes Kind, verstarb 2011 mit nur 13 Jahren an den Spätfolgen von Masern. Auch sie hatte sich vor 12 Jahren in dem gleichen Wartezimmer mit Masern angesteckt. Zu diesem Zeitpunkt war hier auch ein kleiner Junge mit unklaren Symptomen zugegen, seine Eltern hatten eine Masern-Impfung strikt abgelehnt. Der Junge hatte damals insgesamt 6 Kinder angesteckt, drei Kindern davon waren noch Babys. Wäre der Junge damals geimpft worden, wären Michael und Natalie heute noch am Leben.

Eine gefürchtete Folge von Masern ist nach, wie vor die Gehirnentzündung. Vor allem die SSPE ist besonders gefährlich, wobei diese Krankheit sich erst Jahre später zu Erkennen gibt. SSPE ist eine tickende Zeitbombe, der einzige Schutz ist die vorbeugende Masern-Impfung.

Vor allem Menschen, die jünger als 43 Jahre sind, sollten ihren Masernschutz überprüfen, denn viele haben keinen ausreichenden Schutz. Im Impfpass müssten seit Kindesalter zwei Impfungen zu finden sein. Wer einen solchen Impfausweis nicht mehr besitzt, sollte vorsichthalber eine Auffrischung vornehmen lassen, denn die Spätfolgen von Masern können lebensgefährlich sein. Erwachsene Frauen schützen zudem gleich ihren Nachwuchs, wobei der Impfschutz aber bereits vor einer Schwangerschaft bestehen muss. Kinder können erst mit 10 Monaten gegen Masern geimpft werden, hat die Mutter sich aber vor der Schwangerschaft bereits impfen lassen, schützt diese Impfung auch erst einmal das Kind.

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Foto oben: pixelio.de/Seedo

Foto unten: pixelio.de/C. Falk

Personen in Deutschland, welche nach 1970 geboren wurden, müssen Ihren Masernschutz überprüfen.

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Kategorie: Gesundheit, News

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