ESM-Chef sieht langfristig keine Zukunft mehr für IWF

| 14. Juni 2013 | 0 Kommentare

ESM-Chef sieht langfristig keine Zukunft mehr für IWFErst vor wenigen Tagen gestand der europäische Währungsfonds Fehler bei der Rettung von Griechenland ein. Nun ist die IWF erneut Mittelpunkt von Diskussionen. Chef des Euro-Krisenfonds ESM, Klaus Regling, sieht für die IWF langfristig keinen Platz mehr in der Troika. Mit dieser Meinung steht Regling nicht allein.

Die Kritik von Regling ist scharf formuliert und lässt keinen Zweifel daran, dass die IWF mit dem Eingeständnis von Fehlern ein Eigentor geschossen hat. So berichtete der ESM-Chef der „FAZ“, dass der Währungsfonds mit seiner Einschätzung gegenüber der Rettung von Griechenland den Stabilitätspakt in Lächerliche gezogen hat. Daran würde man sehen, so Regling weiter, dass der IWF die Regeln der europäischen Währungsunion nicht verstanden hat und nach Ansicht des ESM-Chef würde eine einheitliche Geldpolitik, der schließlich 17 Mitgliedsstaaten angehören, nur funktionieren, wenn die Regeln eingehalten werden.

 Kritik an IWF kommt auch aus Portugal

Jose Manuel Barroso teilt die Ansicht von Klaus Regling. Gegenüber portugiesischen Medien sagte er, dass die „Ziele und Visionen“ des Währungsfonds nicht mit der EU zusammenpassen. Hingegen hält man in der schwarz-gelben Koalition an der Wichtigkeit der IWF weiter fest. Für den Vize-Vorsitzender der Unions-Bundesfraktion, Michael Meister, ist klar, dass der Währungsfonds die „einzige unabhängige Institution außerhalb Europas ist“. Fakt ist aber, dass Regling und Barroso zusammen zwei schwerwiegende Meinungen ergeben, die einen neuen Anstoß für Veränderungen verursachen könnten.

Bildquelle: Lupo/pixelio.de

 

 

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Kategorie: News, Wirtschaft

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