Cannabis auf Rezept: Auch in Deutschland ist das in Ausnahmefällen möglich

| 11. Januar 2014 | 0 Kommentare

Cannabis auf Rezept: Auch in Deutschland ist das in Ausnahmefällen möglich

Schwer Kranke sollen in New York mit einem Cannabis-Medikament behandelt werden können. In Ausnahmefällen ist das heute auch in Deutschland möglich. Allerdings gilt es hier sehr hohe Hürden zu überwinden um ein, solches Rezept zu bekommen.

Die strikten Marihuana-Gesetze im US-Bundesstaat New York sollen jetzt gelockert werden. So sollen schwer kranke Patienten eine medizinische Behandlung mit dieser Droge erhalten. Auch in Deutschland, Frankreich und anderen Europäischen Ländern wurde das Cannabis-haltige Medikament Sativex jetzt zugelassen. Bei einigen Patienten mit Multipler Sklerose kann das Mundspray spastische Symptome lindern.

Seit mehreren Jahren ist in Frankreich bereits ein anderes Cannabis-Derivat als Arznei erhältlich. Dronabinol kann in ganz besonders schweren Fällen bei chronischen Schmerzen verschrieben werden.

Beu Multipler Sklerose zugelassen

Schwer kranke Patienten können sich seit Mai 2011 auch in Deutschland Cannabis-haltige Arzneien verschreiben lassen. Um ein betäubungsmittel-Rezept zu erhalten, gilt es aber einige Hürden zu überwinden. Der Verkauf von Marihuana ist in Deutschland verboten, Cannabis gilt als Droge. In der Medizin jedoch konnten einige Erfolge bei der Behandlung von chronisch kranken Schmerzpatienten mit Marihuana erzielt werden.

Bisher findet sich auf dem deutschen Markt ein Extrakt aus Cannabis Sativa. Sativex ist für Patienten mit Multipler Sklerose gestattet. Um ein Rezept zu erhalten, müssen die Erkrankten allerdings an schweren spastischen Lähmungen und Krämpfen leiden. Im Ausland hingegen gibt es schon seit längerer Zeit die Wirkstoffe Dronabinol und Nabilon. In der Rgel müssen die Kosten für diese Arzneien aus eigener Tasche bezahlt werden.

Bei der Bundesopiumstelle können Patienten als Alternative eine Ausnahmeerlaubnis für Cannabisblüten oder -extrakten erhalten. Diese ist nur im Rahmen einer medizinisch betreuten und begleiteten Selbsttherapieerlaubt. Seit 2005 wurden 394 solcher Aufnahmeanträge gestellt. 221 wurden davon genehmigt. 196 Patienten besitzen zurzeit eine solche Erlaubnis.

Gegen Übelkeit und Schmerzen

Die beiden wichitgsten Stoffe von Cannabis sind Cannabidiol (CBD) und Delta-9-Tetrahydrocannabinol (THC). Diese Inhaltsstoffe besitzen eine appetitanregende, schmerzlindernde, entzündungshemmende und krampflösende Wirkungsweise.

Mit Cannabis werden unter anderem chronische Schmerzen, Nervenschmerzen, grüner Star und Übelkeit behandelt. Zudem kann Marihuana auch bei Appetitlosigkeit bei Aids-und Krebspatienten eingesetzt werden. Auch bei spastischen Schmerzen bei Multipler Sklerose kann diese Droge helfen. (Quelle:welt.de/AFP/cl)

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Kategorie: Gesundheit, News

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