Boris Beresowski: Der freiwillige Tod eines Oligarchen

| 26. März 2013 | 0 Kommentare

365941_web_R_K_B_by_Harry Hautumm_pixelio.deIn den 1990ern war eines der einflussreichsten Oligarchen Russlands. Nun wurde Boris Beresowski erhängt in seinem britischen Exil gefunden. Die Obduktion ergab, dass Beresowski durch Strangulieren starb – Spuren eines Kampfes konnten jedoch nicht gefunden werden. Dennoch werden weitere Ermittlungen folgen, die noch einige Wochen andauern, um den anscheinenden Selbstmord des Oligarchen restlos zu klären.

Beresowski, der 2000 sich in britische Exil begab, war einer der mächtigsten Männer unter Jelzins Präsidentschaft. In den 1990ern scheffelte er mitunter als Medienmogul Milliarden. Doch als Putin den russischen Thron bestieg, begann schnell der Fall eines mächtigen Mannes. Er fiel in Ungnade und wurde unter anderem der Geldwäsche bezichtigt. Daraufhin flüchtete er nach England. Der Oligarch fürchtete, nicht unbegründet, um sein Leben und angierte eine eigene Leibgarde. Doch auch in England wurde nichts besser. Zuletzt sorgte der Prozess gegen seinen ehemaligen Geschäftspartner für Aufsehen. Aber die  Millionen, die sich Beresowski durch den Prozess erhoffte, musste er die hohen Gerichtskosten aus eigener Tasche zahlen. Auch seine ehemalige Lebensgefährtin verklagte ihn in Millionenhöhe. Das schrumpfte das Vermögen des Oligarchen erheblich, sodass die ersten Gerüchte um einen eventuellen Bankrott aufkamen. Die Spekulationen wurden verstärkt, als Beresowski ein Bild von Andy Warhol verkaufte und am Ende seines Lebens lediglich einen Leibwächter an seiner Seite hatte.

Dennoch will Russland auf sein Vermögen zugreifen und die nach Ansicht der russischen Behörden illegal erworbenen Besitzeigentümer zurück erhalten. Die Frage ist nur, wie viel wirklich vom Vermögen des einst einflussreichsten Oligarchen übrig geblieben ist.

Bildquelle: Harry Hautumm/pixelio.de

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Kategorie: News, Welt

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