Bipolare Störung: Von zu Tode betrübt zu Himmelhoch jauchzend – Eine extreme Gefühlswelt

| 9. April 2015 | 0 Kommentare
Bipolare Störung: Von zu Tode betrübt zu Himmelhoch jauchzend - Eine extreme Gefühlswelt

Bipolare Störung: Von zu Tode betrübt zu Himmelhoch jauchzend – Eine extreme Gefühlswelt

Gerade noch total euphorisch, fällt der Betroffene in den nächsten Moment in tiefe Depressionen. Wer unter einer bipolaren Störung leidet, erfährt am eigenen Leib, wie schlimm extreme Gefühlsschwankungen sein können. Aber nicht nur die Betroffenen selbst haben zu kämpfen, auch Angehörige und Freunde können diese Stimmungsschwankungen nur schwer ertragen.

Waghalsig im Job

Leidet ein Mensch unter einer bipolaren Störung erlebt er extreme Gefühlsausbrüche. In der euphorischen Phase kann es passieren, dass ein waghalsiges Geschäft den Job in Gefahr bringt. Der Betroffene zeigt sich völlig enthemmt, aller bester Laune, voller Energie und total euphorisch. Der Körper schüttet in dieser Zeit zu viel Dopamin aus. Die Wirkung zeigt sich Drogen-ähnlich. Im Überschwang der Gefühle trauen sich diese Menschen alles zu und sei es noch so verrückt. Mögliche Gefahren werden dabei einfach ausgeblendet und jedes riskante Geschäft wird in Angriff genommen.

Angst während der Depressionen

Genau diesselbe Person kennt aber auch die andere Seite dieser Medaille. In den langen Phasen der Depressionen beherrschen Ängste, Schuldgefühle, Antriebslosigkeit oder sogar Selbstmordgedanken den Alltag. Gerade die extremen Schwankungen der Gefühlswelt sind hier so typisch für eine bipolare Störung. Lediglich 1 bis 2 % der Menschen in Deutschland sind von dieser Erkrankung betroffen und kennen die Symptome genau. Die Ursachen hingegen sind noch fast vollständig ungeklärt. Gerade die Vielschichtigkeit macht es den Experten aber so schwer hier eine richtige Diagnose zu stellen.

Viele Betroffene erhalten aus diesem Grund häufig die falsche oder gar keine Behandlung. Enorm viel Disziplin ist aber gerade bei diesem Krankheitsbild wichtig. Nur mit Antidepressiva ist hier keinem Betroffenem geholfen. Gespräche mit einem Spezialisten sind hier genauso bedeutend, wie eine passende, medikamentöse Therapie. Häufig stehen Betroffene irgendwann völlig allein da, denn Angehörige und Freunde kommen nur schwer zurecht mit diesen extreme Gefühlsschwankungen. (Quelle: ksta.de)

Leid - GlŸck | 2012Foto oben: berwis/Pixelio.de

Foto unten: Bernd Wachtmeister/Pixelio.de

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Kategorie: Gesundheit, News

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