Auch Deutschland erwägt Hilfe für Mali

| 16. Januar 2013 | 0 Kommentare

612278_web_R_K_B_by_Rainer Sturm_pixelio.deVor dem Militärputsch im März 2012 war Mali, wenn auch wirtschaftlich immer noch ein unterentwickelter Staat, ein für Afrika demokratisch fortschrittlich entwickeltes Land. Doch islamistische Terroristen dringen immer weiter ins Land. Nun hat sich Frankreich, die ehemalige Kolonialmacht Malis, eingeschaltet und Truppen in das westafrikanische Land versendet. Doch nach Angaben des französischen Staatspräsidenten habe Frankreich weder vor lange in Mali zu bleiben noch an alte Zeiten zu knüpfen. Es ginge Frankreich lediglich darum, Sicherheit im Land zu schaffen und Neuwahlen zu organisieren. Sobald Mali sich wieder stabilisiert hat, werden die französischen Truppen abrücken.

Auch Deutschland überlegt derzeit, Frankreich bei seinem Vorhaben zu unterstützen. Es gehe aber lediglich um Hilfe für den Transport der französischen Soldaten. Ebenso wird am Mittwoch darüber entschieden, ob Mali von Deutschland humanitäre und medizinische Hilfe erhält.

Indes flüchten immer mehr Menschen aus Mali. Menschenrechtler und Hilfsorganisationen warnen vor einer humanitären Krise. Seit Beginn des Militärputsches sind bereits etwa 200.000 Menschen aus dem Land geflüchtet. Auch in der mauretanischen Wüste im Lager Mbera leben inzwischen rund 55.000 Menschen. Die Organisation Ärzte ohne Grenzen sagte, dass jedes sechste Kind im Lager unterernährt sei und etwa fünf Prozent der Flüchtlinge in Lebensgefahr schweben. Genaue Angaben über die Lage in Mali kann aber keine Organisation machen. Die Rebellen sind gut ausgerüstet und werden von einigen Gutsituierten aus den arabischen Ländern unterstützt. Auch sind viele der Milizen sehr gut ausgebildet und gerade deshalb nicht zu unterschätzen. Deshalb wird Frankreich seine Soldaten von derzeit etwa 750 auf 2500 erhöhen.

Bildquelle: Rainer Sturm/pixelio.de

 

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Kategorie: Welt

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