Ärzte fordern bessere Borreliose-Tests – Zusätzlich raten Experten dringend zur Impfung gegen FSME

| 5. April 2014 | 0 Kommentare

Ärzte fordern bessere Borreliose-Tests - Zusätzlich raten Experten zur Impfung gegen FSME

Mediziner fordern verbesserte Qualitätsstandards für die Labortestverfahren zur Diagnostik von Borreliose. Es kommt immer wieder zu Defiziten bei Blut- und Nervenwassertests. Des Weiteren raten Experten dringend zur Impfung gegen FSME. Sowohl Borreliose, als auch FSME werden über die Zecke übertragen.

Bisherige Borreliose-Tests reichen nicht aus

Um die von Zecken übertragene Krankheit Borreliose schneller und besser diagnostizieren zu können, fordern Fachleute jetzt verbesserte Borreliose-Tests. Immer wieder kommt es bei dem aktuellen Verfahren zu methodische Defizite bei den Blut- und Nervenwassertests. Die Tests von heute sind einfach nicht sensibel genug. Kommt es zu Symptomen des Nervensystems, wie Lähmungserscheinungen und Nervenschmerzen, ist es auch für den Mediziner schwer zu erkennen, ob es sich hier um eine Borreliose-Infektion handelt oder um eine andere Krankheit, die die gleichen Anzeichen besitzt.

Borreliose – Flächendeckend in Deutschland zu finden

Jährlich erkranken zehntausende Deutsche an Borreliose. Die von Zecken übertragene Krankheit ist aber bisher nicht bundesweit meldepflichtig, so dass es sich hierbei um eine Hochrechnung handelt. FSME trit hingegen nicht so häufig auf. Bundesweit kam es 2013 zu 420 Fälle von FSME. Diese Virus-Erkrankung ist vor allem in Süddeutschland häufiger vertreten. Die durch Bakterien ausgelöste Borreliose tritt in Deutschland eher flächendeckend auf. Wobei nicht gleich jede Zecke Borreliose überträgt, jeder 100. Zeckenbiss kann hier den Menschen mit dieser Erkrankung infizieren.

Gegen Borreliose gibt es bis heute keine Schutzimpfung

Das erste Anzeichen für Borreliose ist die „Wanderröte“. So bildet sich um die Einstichstelle ein roter Ring. Eine schnelle medizinsche Behandlung mit Antibiotikum ist jetzt von Nöten. Es gibt gegen Borreliose zwar bis heute keine Schutzimpfung , eine Therapie mit einem Antibiothikum kann aber dem Erkrankten helfen. Wobei Borreliose nicht sofort nach dem Zeckenbiss übertragen wird. Borreliose-Bakterien gelangen erst nach Stunden vom Darm der Zecke in die Blutbahn des Menschen. Aus diesem Grund sollten Zecken auch sofort nach dem Entdecken entfernt werden. Je schneller dies geschieht, desto geringer ist die Gefahr an Borreliose zu erkranken.

FSME-Impfungen sollte jeder Mensch nutzen

Experten raten jedem Menschen zur FSME-Impfung, denn schon jetzt ist die Zecken-Saison im vollen Gange. Durch den milden Winter in Deutschland sind viele dieser kleinen Blutsauger nicht in die Winterstarre verfallen, sondern waren in vielen Teilen Deutschlands das ganze Jahr aktiv. Vor allem Menschen aus den Risikogebieten, wie Bayern, Baden-Württemberg, Süd-Hessen, Süd-Thüringen, Rheinland-Pfalz und Saarland sollten diese Schutzimpfung nutzen um sich vor FSME zu schützen. Erste Symptome von FSME machen sich unter anderem durch Kopfschmerzen, Fieber, Übelkeit und Erbrechen bemerkbar.

Drei Impfungen gegen FSME bieten optimalen Schutz gegen den Virus

Im Jahr 1998 gab es lediglich 63 Zecken-Risikogebiete, bis heute ist diese Zahl bereits auf 241 erweitert worden. Aber nicht nur die dort lebenden Menschen sollten eine FSME-Impfung durchführen lassen, auch Urlauber sind gut beraten, wenn sie diese Vorsichtsmaßnahme nutzen. Damit es hier zu einer Grundimmunisierung von FSME kommen kann, sind gleich drei Impfungen nötig. Sind diese in den vorgegebenen Abständen erfolgt, ist eine Auffrischung je nach Alter nur noch alle 3 bis 5 Jahre nötig. FSME ist enorm gefährlich, denn dieser Virus wird sofort übertragen. (lokalkompasse.de)

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Bildquelle oben:Fotograf©Echino/PIXELIO

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Kategorie: Gesundheit, News

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