2050 wird es 115 Millionen Demenzkranke weltweit geben – kein Land ist bisher dafür gerüstet

| 20. September 2013 | 0 Kommentare

2050 wird es 115 Millionen Demenzkranke weltweit geben - kein Land ist dafür gerüstet

Heute gibt es bereits 35 Millionen Patienten auf der Welt, die an einer Demenz erkrankt sind. Familien, aber auch spezielle Pflegeeinrichtungen tun sich bereits jetzt schon schwer mit der intensiven Pflege dieser Menschen. 2050 wird dies unter den heutigen Umständen kaum noch machbar sein, denn dann ist die Zahl der Demenzkranken bereits um das Dreifache angestiegen. 115 Millionen Menschen werden dann auf Pflege angewiesen sein, kein Land ist dafür gerüstet.

2050 wird sich die Zahl der Demenz-Patienten zu heute verdreifacht haben, 115 Demenzkranke weltweit wird es dann vorraussichtlich geben. 35 Millionen leiden heute schon an dieser unheilbaren Krankheit und schon jetzt ist die Betreuung und Pflege nur noch schwer zu bewältigen.

Allein in Deutschland finden sich zurzeit 1,4 Millionen Menschen, die an einer Demenz-Erkrankung leiden. In 37 Jahren könnten es bereits 3 Millionen Patienten sein, wobei jeder Dritte bereits das 90. Lebensjahr überschritten hat.

Viele Deutsche haben schon in jungen Jahren Angst davor irgendwann im Alter als Pflegefall zu enden. Diese Befürchtung ist durchaus berechtigt, denn schon heute müssen 101 Millionen Menschen auf der Welt intensiv betreut werden. Bis zum Jahr 2050 wird diese Zahl auf 277 Millionen angestiegen sein, so dass sich die Zukunft hier nicht allzu rosig zeigt.

Schon jetzt finden sich in den Altenheimen rund 60 Prozent Demenzkranke. Weltweit belaufen sich die Pflege-und Betreuungskosten inzwischen auf ca. 448 Milliarden Euro. Menschen mit Demenz benötigen deutlich mehr Pflege und Zuwendung als andere pflegebedürftige Personen. Viele Familien versuchen anfangs diese Pflege selbst in die Hand zu nehmen. Nicht immer der richtige Weg, denn Demenz-Patienten benötigen oftmals eine Betreuung rund um die Uhr. Für ein Familienmitglied allein ist dies irgendwann nicht mehr zu schaffen.

Zukünftlich wird sich die Betreuung und Pflege von Demenz-Patienten noch schwieriger gestalten. Es wird an ambulanten Diensten, Heimen und anderen Betreuungsformen fehlen, denn die Zahl der Demenzkranken wird weiter steigen. Wer hier all seine Hoffnung in den Fortschritt der Medizin setzt, wird wahrscheinlich bitter enttäuscht werden. Bisher gibt es kein Medikament, welches in der Lage ist die Alzheimer-Krankheit zu heilen. Lediglich Medikamente, die das Voranschreiten hemmen, finden sich auf dem Markt.

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Foto oben: pixelio.de/Damarius

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Kategorie: Gesundheit, News

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